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Eine ganze Region rüstet sich für die Seilzieh-WM in Ebersecken

Ebersecken trägt im Jahr 2022 die Seilzieh-Weltmeisterschaften aus – und zügelt mit dem Anlass in den Campus Sursee. Die Veranstaltung fordert die Organisatoren auf diversen Ebenen. Dabei hoffen sie auch auf den Kanton.
Ernesto Piazza
Die Ebersecker Seilzieher bei den Schweizermeisterschaften im eigenen Dorf. (Bild: Boris Bürgisser, 9. Juli 2017)

Die Ebersecker Seilzieher bei den Schweizermeisterschaften im eigenen Dorf. (Bild: Boris Bürgisser, 9. Juli 2017)

Grosse Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Das trifft auch für das Dorf Ebersecken zu, ganz speziell für die örtlichen Seilzieher. 2022 – also in vier Jahren – finden vom 1. bis 4. September die Weltmeisterschaften im Campus Sursee statt. «Dieser Anlass ist für die Ebersecker Seilzieher als Gastgeber, aber auch für die ganze Region ein wichtiges Ereignis», sagt CVP-Nationalrätin Ida Glanzmann. Sie ist gleichzeitig Präsidentin des Organisationskomitees, welches elf Ressorts umfasst.

Die Vorbereitungsarbeiten sind im Gange. Morgen lädt das OK die Ebersecker Bevölkerung und alle Mitglieder des Seilziehclubs zum Kickoff (Kollerhalle, 10.30 Uhr) und anschliessendem Apéro ein. Für 2012 und 2020 hatte sich Ebersecken noch vergeblich um die Titelkämpfe beworben. Im dritten Anlauf hat die 400-Seelen-Gemeinde nun den Zuschlag erhalten. Die letzten Weltmeisterschaften fanden in der Schweiz 2012 statt – und zwar in Appenzell.

30 Nationen und 1000 Athleten

Für Glanzmann ist das OK-Präsidium «eine Herzensangelegenheit». Deshalb musste sie auch nicht lange überlegen, als sie für dieses Amt angefragt wurde. Sie sagt: «Ich will mithelfen, dass der Anlass ein Erfolg wird.» Die heute in Altishofen lebende Politikerin ist übrigens in Ebersecken aufgewachsen.

Seit rund einem halben Jahr arbeitet das OK schon auf den Event hin. Weil die Voraussetzungen in Ebersecken für einen Grossanlass von dieser Tragweite nicht gegeben sind, disloziert man für die viertägige Veranstaltung in den Campus Sursee. «Vor einer Woche konnten wir uns anlässlich einer Klausur vor Ort von den idealen Bedingungen überzeugen», sagt Glanzmann. Eine der Herausforderungen ist es, die ganze Infrastruktur bereitzustellen. Gekämpft wird auf einem Areal, welches ein Landwirt in unmittelbarer Nähe zum Campus für die Titelkämpfe zur Verfügung stellt. Der Campus selber bietet den Athleten nicht nur Unterkünfte, sondern auch Verpflegungsmöglichkeiten sind vorhanden.

Die Organisatoren rechnen mit rund 30 startenden Nationen und ungefähr 1000 Athleten. Die Arena wird so konzipiert, dass sie den Zuschauern genügend Platz bietet. Wie gross der Aufmarsch sein wird, sei aber schwierig abzuschätzen, sagt Glanzmann. Doch das OK rechnet über die ganze Veranstaltung mit insgesamt rund 20 000 Besuchern. Nicht zuletzt deshalb, weil die Innerschweiz mit Engelberg, Stans und natürlich auch Ebersecken über eigentliche Seilzieh-Hochburgen verfügt. In diesem Zusammenhang erklärt Glanzmann, man wolle – obwohl die Titelkämpfe nicht vor der eigenen Haustüre ausgetragen werden können – die Ebersecker möglichst in den Grossanlass integrieren.

Sponsorensuche eine echte Herausforderung

Weitere Herausforderungen für die Organisatoren sind die Logistik und die ganze Verkehrssituation in Sursee. Zudem braucht das OK zirka 1500 freiwillige Helfer. Was das Budget betrifft, sei es noch zu früh, um mit konkreten Zahlen zu operieren, sagt Ida Glanzmann. Appenzell rechnete damals mit rund 2,25 Millionen Franken. «Dieser Betrag soll auch für uns die Grundlage bilden», sagt sie. Zu einer eigentlichen Challenge dürfte die Suche nach Sponsoren für diese Randsportart werden. Zudem wollen die Verantwortlichen auch beim Kanton um finanzielle Unterstützung für den Grossanlass vorsprechen.

Weiter ist das OK bestrebt, dem Anlass eine überregionale Ausstrahlung zu verleihen. Hier arbeitet man nicht nur mit dem nationalen Verband zusammen, auch alle Schweizer Seilziehclubs sollen in irgendeiner Form in den Anlass integriert werden.

Und ganz wichtig sei für das Organisationskomitee, dass «die Wettkämpfe einen Beitrag zur Jugendförderung beinhalten», sagt Glanzmann. Denn eigentlich gibt es keine günstigere Gelegenheit, um bei den Jungen in eigener Sache zu werben, indem sie vor Ort die Seilzieh-Weltspitze bewundern können. So ist auch geplant, im Rahmenprogramm Schülerwettkämpfe mit einzubauen.

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