GASALARM: Das Bourbaki-Panorama wurde evakuiert

110 Personen sind am Freitagabend aus dem Bourbaki evakuiert worden. Ein Gas war ausgetreten – welches, ist unklar.

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Die Situation rund ums Bourbaki-Panorama um zirka 21 Uhr. (Handybild Hugo Bischof/Neue LZ)

Die Situation rund ums Bourbaki-Panorama um zirka 21 Uhr. (Handybild Hugo Bischof/Neue LZ)

Gasalarm am Freitagabend im Bourbaki Luzern: Kaum sassen die Besucherinnen und Besucher im Kinosaal, mussten sie diesen auch schon wieder verlassen. Denn im Gebäude breitete sich ein Gas aus. Den Alarm hatte ein Koch des Restaurants um 20.45 Uhr ausgelöst. Betroffen waren neben den rund 90 Kinobesuchern auch 20 Gäste des Restaurants. Die Evakuierung verlief ruhig und ohne Panik. Feuerwehr und Polizei waren rasch vor Ort. Sie vermuteten anfangs, dass das Gas aus der Küche ausgetreten war.

Es war nicht Erdgas
Drei Spezialisten von Energie Wasser Luzern (ewl) suchten in der Folge das Gebäude ab, um herauszufinden, wo das Gas ausströmte. Nach einer Stunde war klar: «Die Spezialisten stellten fest, dass es sich nicht um Erdgas handelte», sagte Markus Portmann, Einsatzleiter der Feuerwehr, vor Ort. «Eine Explosionsgefahr bestand zu keinem Zeitpunkt.»
Bis Redaktionsschluss konnte nicht eruiert werden, woher der penetrante Geruch stammte. Spekuliert wurde, dass eine unbekannte chemische Verbindung die Geruchsemission ausgelöst hatte. Die Abklärungen laufen.

Vier Angestellte des Restaurants und des Kinos klagten über massive Kopfschmerzen und Brechreiz. Eine Ambulanz fuhr vor dem Bourbaki vor, um die Beschwerden vor Ort medizinisch abzuklären, und brachte die Betroffenen anschliessend in die Permanence im Bahnhof Luzern. Kurz darauf meldeten sich einzelne Besucher mit ähnlichen Symptonen bei den Sanitätern vor Ort.

Das Gebäude bleibt vorläufig gesperrt, bis klar ist, um welche Substanz es sich handelt. Ob das Haus am Samstag wieder geöffnet wird, und ob Filme gezeigt werden können, blieb bis Freitagabend unklar. Laut Auskunft der Kino-Betreiber können Kinobesucher, die evakuiert worden sind, ihre Eintrittskarte umtauschen: Sie erhalten als Ersatz eine Karte für eine andere Vorstellung. Die Feuerwehr war mit rund 20 Personen im Einsatz. Vor Ort waren auch mehrere Polizisten.

Hugo Bischof/Neue LZ