GASTGEWERBE: In Luzern wird vielleicht bald durchgetanzt

Der Luzerner Regierungsrat unterstützt einen SVP-Vorstoss, der die Sperrstunde um eine Stunde verlängern oder versuchsweise ganz abschaffen will. Er erhofft sich so weniger frühmorgendliche Menschenansammlungen auf der Strasse.

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Partygänger im Nautilus beim Radisson SAS Hotel in der Stadt Luzern. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Partygänger im Nautilus beim Radisson SAS Hotel in der Stadt Luzern. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Normalerweise ist in Lokalen im Kanton Luzern um 0 Uhr 30 Schluss. Das Gastgewerbegesetz erlaubt Verlängerungen bis maximal 4 Uhr. Ebenfalls dürfen Restaurationsbetriebe nicht vor 5 Uhr morgens öffnen. In der Stunde dazwischen liegt die Problematik, weil dann fast alle Betriebe geschlossen haben und sich Lokal-Besucher auf der Strasse aufhalten müssen.

Probleme in der Stadt und in Kriens
In jedem Fall sei bei Öffnungszeiten, die einen Wechsel des Lokals zur Folge haben, mit Lärm zu rechnen, schreibt der Regierungsrat in einem Antrag. Vorwiegend in der Stadt Luzern und in Kriens bestünden Probleme bezüglich Lärm, Vandalismus, Streitigkeiten und Verunreinigung.

Bewilligungen für Verlängerungen nach 4 Uhr oder eine generelle Aufhebung der Sperrstunde bedürfen einer Änderung des Gastgewerbegesetzes. Selbst eine Versuchsphase ist mit dem heutigen Gesetz nicht möglich. Die Luzerner Regierung unterstützt deshalb eine Änderung der gesetzlichen Grundlagen – allenfalls mit flankierenden Massnahmen.

sda