GASTRO: Verdoppelung: Imbiss-Stände im Hoch

Obwohl immer wieder Traditionsbeizen schliessen, nimmt die Anzahl der Gastrobetriebe zu. Der Grund liegt unter anderem bei den Imbiss-Ständen, die wie Pilze aus dem Boden schiessen.

Rahel Schnüriger
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Imbiss-Stände schiessen wie Pilze aus dem Boden. (Bild: Neue LZ)

Imbiss-Stände schiessen wie Pilze aus dem Boden. (Bild: Neue LZ)

Löwen, Sonne und Hirschen waren gestern, heute heissen sie Brezelkönig oder Twiny Station. Während Restaurants mit Rauchverbot, Promillegrenze und vielen weiteren Regulierungen zu kämpfen haben, haben die Verpflegungsstände vergleichsweise ein leichtes Spiel. Kein Wunder also, gibt es immer mehr von ihnen: Im Kanton Luzern haben sich die Imbiss-Stände in den letzten zehn Jahren auf insgesamt 216 verdoppelt. Mit rund 1700 bewilligten Gastrobetrieben im Kanton Luzern ist bereits jeder achte Betrieb ein Verpflegungsstand.

Urs Renggli, Chef des Fachbereiches Gastgewerbe der Abteilung Gastgewerbe- und Gewerbepolizei Luzern, erklärt die Hintergründe: «Der Aufwand für Verpflegungsstände ist viel kleiner als für Restaurants: Sie müssen weniger Vorschriften befolgen, brauchen nicht viel Infrastruktur und nur kleine Räumlichkeiten.» Unterstützt wird dies von einem gesellschaftlichen Phänomen: Die Menschen würden immer mehr zu schnellem Essen tendieren, findet Renggli. Damit spielen sich Angebot und Nachfrage in die Hand.