Gastronomie
«Château Gütsch» bekommt neuen Besitzer – und soll renoviert werden

Das Luzerner Hotel-Restaurant «Château Gütsch» wechselt den Besitzer: Kirill Androsov hat das Haus gekauft und will es zu einem gehobenen Boutique-Hotel und zu einem Treffpunkt für Luzernerinnen und Luzerner machen.

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Das Château Gütsch hat einen neuen Besitzer.

Das Château Gütsch hat einen neuen Besitzer.

Bild: Boris Bürgisser

«Luzern ist eine wunderbare Stadt und das ‹Château Gütsch› ein ausserordentliches Bijou, das ich wieder zum Leben erwecken und zum alten Glanz zurückführen möchte» erklärt der neue Gütsch-Besitzer Kirill Androsov in einer Medienmitteilung. Androsov, 48, ist russischer Staatsbürger und wohnt mit seiner Familie in Singapur. Geht es nach ihm, soll das Château Gütsch eine attraktive Ergänzung in Luzerns Hotelangebot und mit seiner Lage ein Treffpunkt auch für die Einheimischen werden.

Ab Oktober bis Ende 2021 werde das Haus einer sanften Renovation unterzogen und die Anzahl Zimmer und Suiten von derzeit 31 auf 37 erhöht. Wiedereröffnung ist für Januar 2022 geplant, heisst es in der Mitteilung weiter. Das Restaurant solle eine moderne, internationale Küche anbieten mit Mittags- und Abendmenüs. Das Hotel werde im gehobenen Boutique-Segment positioniert. Die dafür notwendigen finanziellen Mittel kämen von Androsov.

Um die strategische Führung des neuen Hotel-Restaurant Château Gütsch lokal zu verankern, wolle der neue Eigentümer den Verwaltungsrat der Château Gütsch AG in den nächsten Monaten mehrheitlich mit Persönlichkeiten aus der Region besetzen. Präsidiert wird er vom Luzerner Rechtsanwalt Benno P. Hafner. Für den Betrieb des Hauses wird weiterhin Andreas Gartmann verantwortlich sein.

Seit 2018 befindet sich ein Skulpturenpark mit Werken russischer Künstler beim Hotel Château Gütsch. Dieser Skulpturenpark soll aufgehoben werden. Das bestätigt auf Anfrage Leonardo Manfriani, Präsident der Dante Alighieri-Gesellschaft Luzern. Diese präsentiert eine der Skulpturen, «Die Maske des Dante» des russischen Künstlers Vasily Klyukin, zurzeit vorübergehend am Carl-Spitteleler-Quai in Luzern - zum Gedenken an das 700. Todesjahr des Dichters Dante. Gemäss Manfriani wird zumindest ein Teil der Skulpturen an ausgewählte Personen verschenkt, in der Schweiz und im Ausland. (pw)