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GASTRONOMIE: Hier schwingen bald auch Gäste den Kochlöffel

An der Waldstätterstrasse in Luzern eröffnet in einer Woche ein neues Restaurant – mit einem ungewöhnlichen Konzept.
Sandra Monika Ziegler
Betriebsleiter Thomas Nussbaumer (links) und Küchenchef Sebastian Hohl im Lokal zur Werkstatt, das am 15. Juni eröffnet wird. (Bild Roger Grütter)

Betriebsleiter Thomas Nussbaumer (links) und Küchenchef Sebastian Hohl im Lokal zur Werkstatt, das am 15. Juni eröffnet wird. (Bild Roger Grütter)

Noch sind im Lokal zur Werkstatt eher handwerkliche als kulinarische Fähigkeiten gefragt. Am 15. Juni wird die Gaststätte eröffnet, bis dahin muss sie noch eingerichtet werden. Bereits komplett ist das Team, das die Gäste künftig an der Waldstätterstrasse 18 bekochen und bewirten wird: Sebastian Hohl wird Küchenchef, Thomas Nussbaumer ist zuständig für den Service und den Barbetrieb. Hohl stammt aus Deutschland, ist gelernter Küchenmeister und arbeitet seit gut zehn Jahren in diversen Küchen in der Zentralschweiz. Sein kulinarischer Werdegang führte ihn unter anderem als Souschef ins Seehotel Kastanienbaum, zuletzt arbeitete er in der Fünf-Sterne-Gastronomie des Hotels National in Luzern.

Die Sterne lässt er im «National», doch was er mitnimmt, sind die Präsentation der Gerichte und die Verwendung von Qualitätsprodukten. Hohls Credo lautet: «Kochen ist einfach, Kochen macht Spass.» Er will einem breiten Publikum die Lust daran vermitteln. Das schlägt sich im Konzept der «Werkstatt» nieder: Die Gäste werden nicht nur bekocht, sondern können via Kursteilnahme auch selber aktiv werden.

«Herren-Runde» oder «Braut-Schau»

Denn im Lokal dürfen vom Laien bis zum ambitionierten Hobbykoch alle an die Töpfe. «Wir haben hier eine zweigeteilte Küche, die eine für den Profi, die andere für die Schulung.» Die angebotenen Kurse sind thematisch gegliedert und können als Gruppe gebucht werden. Im Kurs «Herren-Runde» können die Teilnehmer selber wursten, bei der «Braut-Schau» lernt man, «Lady-Drinks» zu mixen und ein aphrodisierendes Menü zu kochen.

Ebenfalls thematisch gegliedert sind die Mittagsmenüs – jeder Tag hat sein Thema. Am Montag etwa ist leichte Küche angesagt. Hohl: «Nach einem üppigen Weekend kann das durchaus begehrt sein.» Am Dienstag lautet das Motto «Wie bei Mama», und am Mittwoch wird mediterran gekocht. Der Samstag und der Sonntag sind für einen ausgedehnten Brunch reserviert.

Direkter Draht in die Küche

Am Abend kredenzt das «Werkstatt»-Team seinen Gästen ein Überraschungsmenü, das nicht via Tafel oder Karte den Gästen kommuniziert wird. Nussbaumer: «Die rohen Zutaten werden ausgestellt. Das macht gwundrig und gibt den direkten Draht in die Küche. Denn wer davorsteht, kann sich eines Blicks in die Küche nicht erwehren.»

Die Spezialität, die bei der Eröffnung vom 15. Juni serviert wird, verrät Nussbaumer allerdings heute schon. Es gibt einen Klassiker, der in den 50er-Jahren in Mailand entstanden ist: Negroni Sbagliato – ein bittersüsses Getränk mit gleichen Teilen Campari, rotem Wermut und Prosecco. «Sbagliato» bedeutet falsch auf Italienisch. Dies deshalb, weil die Legende erzählt, der Bartender hätte sich damals vertan und anstatt nach der Ginflasche nach dem Prosecco gegriffen.

Sandra Monika Ziegler

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