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GASTRONOMIE: «National» setzt auf authentische chinesische Küche

Im Restaurant des Luzerner Luxushotels dürfen nur Mitarbeiter aus dem Reich der Mitte kochen. Speisen sollen hier aber auch Schweizer Gäste.
Jiayin und Lukas Achermann-Liu im Restaurant Jialu.Bild: Nadia Schärli (Luzern, 21. November 2016)

Jiayin und Lukas Achermann-Liu im Restaurant Jialu.Bild: Nadia Schärli (Luzern, 21. November 2016)

Das Restaurant Jialu im Hotel National soll kein China-Restaurant sein, wie man es hierzulande kennt. Die bei uns bestens bekannten Süsssauer-Gerichte sucht man hier vergebens. Man wolle kein asiatisches Essen nach westlichen Standards anbieten, sondern klassisches, regionales und natürliches Essen aus Nord- und Zentralchina. Besitzer Lukas Achermann-Liu erklärt das Konzept: «Für uns ist es sehr wichtig, dass wir authentisch kochen. Das bedeutet, dass wir genau so kochen, wie es auch in China gemacht wird.»

Zusammen mit seiner chinesischen Frau Jiayin führt der gebürtige Nidwaldner das Restaurant, welches am 1. Januar seine Tore geöffnet hat und gestern den Medien vorgestellt worden ist. Zuvor war hier das Thai-Restaurant Lotus einquartiert. Neben dem «Jialu» betreiben die beiden noch ein weiteres Restaurant in Hochdorf.

Chinesische Gäste als «Qualitätskontrolle»

Achermann selbst wanderte für fünf Jahre nach China aus, wo er seine Frau und die chinesische Küche lieben gelernt hatte. Nun möchte er gemeinsam mit seiner Frau die «wahre» chinesische Küche den Schweizern schmackhaft machen. Selbst stellt sich der gelernte Koch aber nicht an den Herd: «Das ist nicht authentisch. Die Chinesen sollen chinesisch kochen – und nicht ich.» Das Angebot dagegen sei aber nicht nur auf chinesische Gäste ausgerichtet. «Es ist grundsätzlich für alle, die gerne gut essen. Die Chinesen kommen automatisch, wir zielen in unserem Angebot darum nicht spezifisch auf sie ab. Aber wir mögen Chinesen, denn sie sind für uns wie eine Qualitätskontrolle. Wenn sie bei uns essen und es als gut befinden, dann ist es auch gut.»

«Shanghai» in unmittelbarer Nähe

Anders als in vielen anderen asiatischen Restaurants gibt es im «Jialu» nur eine kleine Auswahl an Gerichten. Das Angebot beschränkt sich auf regionale und saisonale Gerichte. Dafür gebe es stets neue Angebote. Dass sich ganz in der Nähe mit dem «Shanghai» bereits ein China-Restaurant befindet, sei kein Problem, so Achermann: «Sie kochen unter anderem auch vietnamesisch und thailändisch. Wir haben eine andere Küche hier. Wenn zwei Schweizer Restaurants nebeneinanderliegen, nehmen sie sich auch nichts weg, ausser sie bieten beide dasselbe an.»

Die Preise im «Jialu» bewegen sich im mittleren Rahmen. Einen vegetarischen Hauptgang gibt es abends ab 22 Franken, gebratene Ente kostet 49 Franken.

Roger Amberg

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