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GASTRONOMIE: Restaurant auf dem See

Jetzt scheint es doch noch zu klappen: Am Standort des alten Bootshauses Tivoli soll ein neues Restaurant auf Pfählen entstehen.
So soll das Restaurant auf dem See dereinst aussehen. (Bild: pd)

So soll das Restaurant auf dem See dereinst aussehen. (Bild: pd)

Seit bald zehn Jahren wird der Versuch unternommen, am Carl-Spittler-Quai zwischen Hotel Palace und Hausermatte ein öffentliches Restaurant zu bauen. Nun hat die Rothenburger Remimag Gastronomie AG das Siegerprojekt präsentiert. Sie will zwischen der Quaimauer und dem erneuerten Jachthafen – am Standort des ehemaligen Bootshauses Tivoli – ein Restaurant auf Pfählen bauen lassen.

Das ehemalige Tivoli-Bootshaus aus dem Jahr 1926 wurde immer wieder umgebaut, erweitert und auch als Klubhaus genutzt. Mit dem Abbruch des Hotels Tivoli im Jahr 2006 wurde auch das Bootshaus abgerissen. Damals übernahm die Remimag AG die Bauparzelle im Baurecht. Ihr damaliger Plan war, ein Restaurant mit 100 Plätzen zu realisieren auf zwei Stöcken und eine Unterkellerung für die Gebäudetechnik. Die städtische Baubewilligung lag vor. Doch das Projekt überzeugte den Landschaftsschutzverband Vierwaldstättersee (LSVV) damals nicht.

Der Verband legte Beschwerde ein, dieser wurde stattgegeben. Damit war für die Planer eine Unterkellerung vom Tisch und das Projekt vorerst auf Eis gelegt. Nach diversen Gesprächen mit der Stadt und den Beteiligten wurde auch eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Dazu nahm auch der LSVV Stellung. Die Machbarkeitsstudie diente dann ab dem Jahr 2011 als Grundlage für die weitere Planung.

Da aber im Jahr 2013 in der Stadt Luzern die Revision der Bau- und Zonenordnung noch vom Stimmvolk abgesegnet werden musste, legten die Planer eine weitere Pause ein. Doch nun sind sie ein grosses Stück weiter.

In diesem Jahr haben sie einen Studienauftrag durchgeführt. An diesem haben acht Architektenteams teilgenommen, darunter auch vier aus Luzern. Mit klingenden Namen wie «Cascatelle», «Upper Deck», «Four Seasons», «Unter den Kastanien», «Nube» oder «Lucerna» reichten sie ihre Projekte Anfang August ein.

Ein reiner Holzbau soll an das alte Bootshaus erinnern

Die sechsköpfige Jury aus Sachpreis- und Fachpreisrichtern hat sich dann am 28. September entschieden. Als Sieger ging einstimmig das Projekt «Lucerna» von Rolf Mühlethaler, Architekt aus Bern, hervor. Zusammen mit seinem Team von vier Architekten und Architektinnen und in enger Zusammenarbeit mit dem Basler Bauingenieur Tivadar Puskas haben sie innert drei Monaten das Projekt «Lucerna» erstellt.

Rolf Mühlethaler pflegt eine langjährige Beziehung zu Luzern. Er war acht Jahre in der Stadtbaukommission Luzern und durfte auch den Gletschergarten umbauen, was ebenfalls aus einem Wettbewerbssieg entstanden ist. Zudem plant er das neue Rösslimattquartier direkt beim Bahnhof Luzern. «Die Herausforderung ist der spektakuläre Standort. Auf dem Wasser zu bauen, ist absolut einmalig», freut sich Mühlethaler. Weil dort aber bereits ein Bootshaus stand, war es überhaupt möglich, so der Architekt. «Eine Besonderheit an ‹Lucerna› ist, dass das Erdgeschoss direkt über dem Wasser gegenüber der Beletage zurückgesetzt ist. Dadurch wird die Unterwasservegetation grösstmöglich mit Licht versorgt», so der Architekt. Das Lokal umfasst im Erdgeschoss 300 und im Obergeschoss 400 Quadratmeter und soll künftig etwa 100 Innen- und 60 Aussensitzplätze erhalten. «In Erinnerung an das frühere Bootshaus und auch an alle übrigen typischen Bootshäuser am Vierwaldstättersee wird es ein reiner Holzbau sein», so Mühle­thaler.

Hinweis

Die Projekte sind im Restaurant Schützenhaus auf der Luzerner Allmend bis am 30. Oktober ausgestellt.

Sandra Monika Ziegler

Ein Modell des Tivoli-Restaurants auf dem Vierwaldstättersee. (Bild: pd)

Ein Modell des Tivoli-Restaurants auf dem Vierwaldstättersee. (Bild: pd)

Ein Modell des neuen Restarants auf dem See. (Bild: Screenshot Tele 1)

Ein Modell des neuen Restarants auf dem See. (Bild: Screenshot Tele 1)

Bild: Screenshot Tele 1

Bild: Screenshot Tele 1

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