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GASTRONOMIE: Sie wirtet künftig im Restaurant Ahornalp in Luthern

Im Februar erwacht das Restaurant Ahornalp an der Grenze zum Kanton Bern zu neuem Leben. Die Bernerin Natascha Schaad (31) erfüllt sich mit der Pacht einen Jugendtraum.
Roseline Troxler
Natascha Schaad wird Pächterin des Bergrestaurants Ahornalp. (Bild: Nadia Schärli (Luthern, 21. Dezember 2017))

Natascha Schaad wird Pächterin des Bergrestaurants Ahornalp. (Bild: Nadia Schärli (Luthern, 21. Dezember 2017))

Auf der Ahornalp eröffnet sich dem Besucher ein weiter Blick vom Pilatus über die Rigi bis hin zu den Glarner Bergen. Kehrt man diesen den Rücken und geht nur wenige Schritte in die andere Richtung, befindet man sich bereits auf Berner Boden.

In diesem Idyll hat sich Natascha Schaad (31) einen Traum erfüllt. Ab Februar übernimmt sie die Pacht des Bergrestaurants, das als Ausflugsziel Beliebtheit geniesst. Denn die Ahornalp ist Ausgangspunkt vieler Grenzpfadwanderungen und Spaziergänge im Napfgebiet. Schaad folgt auf Maria Coti und Albert Mathis.

«Hier bin ich in einer anderen Welt»

Die Landschaft rund um das Gebäude verschwindet unter einem dicken Schneeteppich, an der Dachrinne hangen meterlange Eiszapfen. Wer den Weg auf die Ahornalp in Angriff nimmt, braucht ein robustes Auto. Natascha Schaad hat hier entsprechend vorgesorgt und erfreut sich daher fast täglich an dieser Winterlandschaft. «Hier auf dem Ahorn bin ich in einer anderen Welt», sagt die Bernerin, die im nahe gelegenen Oberaargau aufgewachsen ist. Ans Ahorn hat sie viele Erinnerungen. «Als Kind waren wir selten fort. Aber die Ausflüge auf die Alp mit meiner Mutter und dem Grossvater habe ich geliebt.» Als die 31-Jährige ein Inserat für die Pacht des Restaurants entdeckte, ergriff sie sogleich die Gelegenheit – auch wenn sie sich wenig Chancen ausgerechnet hatte. Zu Unrecht. Der Start auf dem Ahorn bedeutete für die Bernerin, die Zelte im Engadin abzubrechen. Dort hat Schaad zuletzt in Zuoz in einem Vier-Sterne-Hotel als Direktionsassistentin und Restaurationsleiterin gearbeitet. Zuvor war sie nach dem erfolgreichen Abschluss der Hotelfachschule in Thun in einem Hotel in Adelboden angestellt. Erste Serviceluft hatte sie in New York und in Südfrankreich geschnuppert.

Trotz vieler Stationen hat es Natascha Schaad immer besonders gut gefallen, wenn sie in der Dorfbeiz in ihrer Heimatgemeinde Bollodingen ausgeholfen hat. «Seit meiner Lehre hatte ich im Hinterkopf, dass ich selber einen Betrieb führen wollte. Die Ideen reichten von einer Kaffeebar bis zum eigenen Hotel.» Dass sie schon bald ein Alprestaurant mit 150 Innen- und 100 Terrassenplätzen, vier Doppelzimmern und einem Massenlager führt, passe aber besonders gut. Denn Schaad sieht sich als «Landmeitschi». Kommt hinzu, dass das Restaurant, das zwischen Luzern und Bern liegt, zu ihrem privaten Umfeld passt. Denn die Bernerin ist mit dem Luzerner Reto Roos liiert, der in Emmenbrücke die Cateringfirma Tuck-Tuck führt. «Er gibt mir auch den nötigen Rückhalt, dass ich mich für die Pacht entschieden habe», erzählt Natascha Schaad. Sie betont aber auch ihren Respekt vor der Aufgabe. Mitanpacken werden auf der Alp auch die Eltern von Reto Roos. Sie haben den Betrieb einer Landmaschinenfirma aufgegeben und ziehen bald auf den Aussichtsberg. Schaad hingegen wird weiterhin in Schötz leben.

In den nächsten Tagen will sie nun die Angebotsplanung abschliessen. Das Geheimnis um die Speisekarte lüftet sie zwar noch nicht, sagt aber: «Wir wollen zurück zum Einfachen und Guten und möglichst viele Produkte aus der Region beziehen.» Die Milchprodukte kauft das Restaurant künftig bei der Napf-Chäsi Luthern ein, das Bier kommt aus dem bernischen Walterswil. In den Speisen werden sich beide Kantone widerspiegeln. «Luzerner Kügelipastetli und ein Berner Plättli dürfen sicher nicht fehlen», verrät Schaad dann doch. Sie will damit künftig vermehrt Luzerner ansprechen. Denn bisher ist das Ahorn auf der anderen Kantonsseite viel bekannter – und die Ahornalp quasi der Napf der Berner. Ausserdem hofft die 31-Jährige, wieder mehr Vereine auf den Berg zu holen.

Roseline Troxler

roseline.troxler@luzernerzeitung.ch

Hinweis
Weitere Informationen finden Sie künftig unter www.ahorn-alp.ch.

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