GASTRONOMIE: St. Galler übernimmt die «Seeburg»

Die Krienser Eigentümer verpachten das Hotel-Restaurant an die St. Galler PSG Unternehmungen. Die Ostschweizer wollen auf traditionelle Küche setzen.

Sandra Monika Ziegler
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Die Seeburg-Anlage mit Hotelgebäude, Restaurant Alexander und Panoramasaal (von rechts nach links). (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 2. März 2017))

Die Seeburg-Anlage mit Hotelgebäude, Restaurant Alexander und Panoramasaal (von rechts nach links). (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 2. März 2017))

Sandra Monika Ziegler

sandra.ziegler@luzernerzeitung.ch

Das Hotel Restaurant Seeburg in Luzern gehört zu den ältesten Luzerner Hotelliegenschaften am Vierwaldstättersee. Besitzer der Liegenschaft sind die Krienser Bauunternehmer Bruno und André Amberg.

Nun verpachten sie das Haus mit mehrjährigem Vertrag an Peter Schildknecht. Dieser ist mit seinen PSG Unternehmungen in der St. Galler Gastroszene aktiv. Das Ostschweizer Unternehmen betreibt über ein Dutzend Lokale mit insgesamt 1600 Innen- und fast 1000 Gartensitzplätzen. In der Zentralschweiz waren die PSG Unternehmungen bisher noch nicht vertreten.

Speziell am Hotel-Restaurant Seeburg ist, dass es diverse Standbeine hat. Der Hotelbetrieb macht 30 Prozent des Umsatzes aus, die Restauration 70 Prozent. Von der Seegastronomie bis zur Hochzeitsfeier habe vieles Platz. Entsprechend anspruchsvoll sei die Aufgabe, sagt Schildknecht auf Anfrage. Deshalb sei die Gastgeberrolle im Hotel Seeburg äusserst vielfältig. «Und diese Vielfalt ist in einem Team am besten vorhanden.»

Abgesehen davon sei er «ein Befürworter von möglichst flachen Hierarchien», sagt Schildknecht. Es mache keinen grossen Sinn, wenn zum Beispiel der Hoteldirektor sich in der für Anlässe vorgesehenen Rigihütte aufhalte – da müsste ein Eventmanager hin. Peter Schildknecht wird zusammen mit seinem Sohn Philipp ein Teil des Leitungsteams sein. Welche weiteren Personen zur Leitung gehören, werde zu einem späteren Zeitpunkt mitgeteilt.

Bedingungen für Personal bleiben gleich

Klar indes ist heute schon, dass die 78 Angestellten zu den gleichen Konditionen wie bisher übernommen werden. Wer aber dereinst Küchenchef oder Küchenchefin sein wird, sei noch nicht bestimmt. Nur so viel sagt Schildknecht: «Es werden regionale, traditionelle Gerichte serviert. Ich habe lieber den Stern in der Garage als in der Küche.» Weitere Einzelheiten wollte er nicht verraten.

Der bisherige Hoteldirektor Jon Clalüna wird seine Arbeit Ende April beenden. Er hat das Hotel – im Unterschied zu Schildknecht – nicht gepachtet. Der Wechsel sei laut Calüna von den Eigentümern bestimmt worden. Was er künftig machen wird, wisse er noch nicht. Die Eigentümer waren gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Auch zur Zukunft des sanierungsbedürftigen Jesuitenhofs konnten sie daher nichts sagen.