Gault-Millau-Koch Philipp Tresch verlässt das Luzerner Restaurant La Perla

Sechseinhalb Jahre lang war Philipp Tresch Küchenchef des Luzerner Restaurants La Perla an der Waldstätterstrasse. Nun ist Schluss. Der mit 15 Gault-Millau-Punkten ausgezeichnete Koch will sich eine Auszeit gönnen.

Elena Oberholzer
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Kochen mit Olivenöl, das kann er: 2016 wurde Philipp Tresch zum Olivenölkoch des Jahres ausgezeichnet. (Bild: PD)

Kochen mit Olivenöl, das kann er: 2016 wurde Philipp Tresch zum Olivenölkoch des Jahres ausgezeichnet. (Bild: PD)

«Der Abschied tut weh, ist aber notwendig», sagt Philipp Tresch über seine Entscheidung, das La Perla per Ende Juli 2019 zu verlassen. «Während den vergangenen sechseinhalb Jahren habe ich dem Wohl des La Perla und dem seiner Gäste alles untergeordnet, jetzt benötige ich etwas Zeit für mich und meine eigenen Projekte», so der Küchenchef.

Wo alles begann

Das von Nicola Punzi geführte Ristorante war schon zweimal Station in Treschs Karriere. Das erste Mal vor einem Vierteljahrhundert, als er 24-jährig seine erste Stelle als Küchenchef in Angriff nahm. 2012 kehrte er dann nach einem längeren Unterbruch ins La Perla zurück.

Dazwischen bereiste er – man könnte sagen als kochender Nomade – die Welt. Zudem verbrachte er viel Zeit im mediterranen Raum, wo er auf Jachten von wohlhabenden Familien als Privatkoch arbeitete. Und genau dahin will er nun während seiner Auszeit wieder zurück. Nicht auf die Jachten der reichen Familien, aber in den Mittelmeerraum.

Zurück zum Olivenöl

Genaue Pläne hat Tresch für seine Auszeit noch nicht, wie er auf Anfrage sagt. Er habe aber einige Einladungen von Olivenöl-Produzenten bekommen, welchen er vielleicht nachgehen werde. Der Schweizer Koch ist nämlich bekannt für seine herausragenden Olivenöl-Kenntnisse. 2016 wurde er vom Olivenölführer «Flos Olei» zum Olivenölkoch des Jahres ausgezeichnet.

Ausserdem will er während seiner Auszeit Sizilien, Beirut und Griechenland bereisen. Diese würden wichtige Ziele für seine Weiterbildung darstellen, so der Küchenchef. Seinen eigenen Kochstil «Cucina Casaligna Moderna» weiterzuentwickeln, soll ebenfalls Ziel seiner Auszeit sein. Und wer weiss: Vielleicht kehrt der Gault-Millau-Koch noch ein drittes Mal ins La Perla zurück.

Neue Michelin-Sterne leuchten über der Zentralschweiz

Das Restaurant Focus in Vitznau mit gleich zwei Sternen, sowie das «Ritzcoffier» des Bürgenstock-Resorts, das «Kreuz» in Dallenwil», das «Sens» in Vitznau und die «Krone» in Sihlbrugg mit je einem Stern gehören zu den Aufsteigern im «Guide Michelin Schweiz 2019». Die Verleihung erfolgte am Dienstagnachmittag im KKL.
Hans Graber

Es leuchtet neu in der Zentralschweizer Gourmet-Szene

Der «Gault-Millau» 2019 ist erschienen, mit recht viel Bewegung in der Zentralschweiz. Unter anderem überzeugten die vier Restaurants des Bürgenstock-Resorts die Testesser. Und auch ohne Traumlage gibt es eine Reihe von Aufsteigern.
Hans Graber und Yasmin Kunz