GC-Chaoten wüten im Bahnhof

Nach dem Cupspiel zwischen Luzern und den Grasshoppers kam es im und rund um den Bahnhof zu massiven Scharmützeln: Frustrierte GC-Anhänger bewarfen die Polizisten mit Steinen und richteten massiven Sachschaden an.

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Demoliert: eine Telefonkabine der Swisscom beim Bahnhof Luzern. (Bild: Luzerner Polizei)

Demoliert: eine Telefonkabine der Swisscom beim Bahnhof Luzern. (Bild: Luzerner Polizei)

Die Polizei riegelt Teile des Bahnhofs ab. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Die Polizei riegelt Teile des Bahnhofs ab. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Die Cup-Partie zwischen Luzern und den Grasshoppers verlief bis Spielende – abgesehen von einigen Pyros aus dem GC-Block – ruhig und gesittet. Danach eskalierte die Situation, als die GC-Fans die bereitstehenden Busse, die sie zum Bahnhof Luzern bringen sollten, nicht bestiegen. Stattdessen wurden Einsatzkräfte der Luzerner Polizei mit Steinen der nahen Baustelle beworfen. Nach einer kurzer Auseinandersetzung gelang es der Polizei, die Fans in die Busse zu bewegen.

Not-Halt beim Bundesplatz

Im Bereich des Bundesplatzes wurden die letzten Busse des Fahrzeugkonvois mittels Not-Hahn gestoppt, wie die Luzerner Polizei am Mittwoch in einer Medienmitteilung schreibt. Etwa 200 GC-Fans versuchten dann zu Fuss in die Neustadt zu gelangen. Dank schnellem Eingreifen der Ordnungskräfte konnten die Zugangsachsen in die Neustadt mittels mobilen Sperrgittern gesperrt werden. Die Fans wurden in der Folge mit Einsatz des Wasserwerfers auf der Zentralstrasse in Richtung Bahnhof Luzern gedrängt.

Demoliert: eine Telefonkabine der Swisscom beim Bahnhof Luzern. (Bild: Luzerner Polizei)

Demoliert: eine Telefonkabine der Swisscom beim Bahnhof Luzern. (Bild: Luzerner Polizei)

Gummischrot-Einsatz im Bahnhof

Im Bahnhof Luzern versuchten die GC-Fans erneut Polizeisperren zu durchbrechen. Dies gelang nicht. In der Folge wurden die Einsatzkräfte massiv mit Steinen vom Bahntrassee beworfen. Mehrere Scheiben des Bahnhof-Westtraktes, zu Geschäften und zum Treppenhaus wurden eingeschlagen. Die Polizei musste die aggressiven und gewalttätigen Fans mit Gummischrot zurückdrängen, damit die Situation nicht weiter eskalierte und weiterer Schaden verhindert werden konnte. Dies zeigte Wirkung und die Lage konnte beruhigt werden. Mit etwa 45 Minuten Verspätung verliess der Extra-Zug den Bahnhof.
 
Verletzte wurden der Polizei keine gemeldet. Der entstandene Sachschaden ist im Moment noch nicht genau abschätzbar, dürfte aber mehr als 20'000 Franken betragen. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, um die gewalttätige Fans zu eruieren.

pd/rem