GC nicht in Emmen - Stadt Zürich lenkt ein

Nach monatelangem Tauziehen hat die Stadt Zürich im Stadionstreit eingelenkt. Der FC Zürich und die Grasshoppers erhalten auf die Stadionkosten im Letzigrund jeweils 450'000 Franken Rabatt. Damit bleibt GC weiterhin im Letzigrund.

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Der Letziigrund. Hier im Mai 2009 bei einem Spiel zwischen Zürich und Luzern, als starker Regen in der ersten Halbzeit zu einem Spielunterbruch führte. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Der Letziigrund. Hier im Mai 2009 bei einem Spiel zwischen Zürich und Luzern, als starker Regen in der ersten Halbzeit zu einem Spielunterbruch führte. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Die Stadt Zürich kommt FCZ-Präsident Ancillo Canepa und GC-Präsident Urs Linsi entgegen und gewährt vorerst für die Saison 2011/12 einen Rabatt von 450'000 Franken für die Nutzung des Stadion Letzigrund. Gleichzeitig unterschrieben beide Vereine eine Vereinbarung, in denen sie sich bereit erklären, die Kosten für Polizei-Einsätze teilweise zu tragen. Für nationale Spiele beträgt das Kostendach eine halbe Million Franken; für jedes Europacup-Spiel müssen die Vereine eine maximale Zahlung von 200'000 Franken leisten. Ausserdem wurde eine Arbeitsgruppe zwischen der Stadt und den beiden Zürcher Klubs gegründet, die sich künftig mit Sicherheitsfragen und dem Betrieb innerhalb des Stadion Letzigrund befassen wird.

GC hatte aufgrund der hohen Kosten den Mietvertrag auf Ende der laufenden Saison gekündigt und angedroht, seine Heimspiele künftig in Emmen oder Aarau auszutragen. Daraufhin hatte auch der FCZ von der Stadt eine tiefere Stadionmiete verlangt. Linsi und Canepa handelten am Freitag mit Stadtrat Gerold Lauber erfolgreich eine Kostensenkung von je knapp einer halben Million Franken aus. Bisher überwiesen die beiden Stadtzürcher Klubs pro Jahr 870'000 Franken an die Stadt.

Bis vor wenigen Wochen sah es nicht so aus, als würde die Stadt im Stadion-Streit einlenken. Erst am 11. Februar hatte der Stadtrat eine von GC beantragte Kostenreduktion von einer Million Franken abgelehnt.

si