Stadt Luzern stellt keinen Anstieg des Gebrauches von Pyrotechnik an FCL-Spielen fest

Der Luzerner Stadtrat nimmt auf ein Postulat der CVP zur Erhöhung der Sicherheit bei Fussballspielen Stellung. Neben einem neuen Standort für das Fanlokal Zone 5 wird auch der Gebrauch von Pyros thematisiert.

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Die Sicherheit bei Heimspielen des FCL hat sich in der Vergangenheit verbessert. Trotzdem verlangt die CVP vom Stadtrat weitere Massnahmen zu prüfen.

Die Sicherheit bei Heimspielen des FCL hat sich in der Vergangenheit verbessert. Trotzdem verlangt die CVP vom Stadtrat weitere Massnahmen zu prüfen.

Bild: Corinne Glanzmann (Luzern, 13. April 2009)

(pjm) In einem Postulat vom März dieses Jahres beantragte die CVP-Fraktion beim Luzerner Stadtrat eine Prüfung des Standortes des Fanlokals Zone 5. Die Partei hält den Standort ungeeignet, welcher eine Hypothek für die Weiterentwicklung des Bundesplatzes darstelle. Weiter werden Ausschreitungen in jüngster Vergangenheit genannt.

Am Freitag hat der Stadtrat zum Postulat Stellung genommen. So gebe es durch den «Runden Tisch Fussball», an dem das Justiz- und Sicherheitsdepartement, die Polizei, weitere Behörden von Stadt und Kanton sowie der FC Luzern und verschiedene Fanklubs teilnehmen, bereits eine Arbeitsgruppe, die alternative Standorte für ein Fanlokal prüfe. Die Arbeitsgruppe habe dabei Standorte im erweiterten Umkreis des Stadions geprüft, allerdings eigneten sich die untersuchten Standorte entweder aufgrund der Lage und Infrastruktur nicht oder die Liegenschaftsbesitzer zeigten kein Interesse.

Zudem merkt der Stadtrat an, dass jedes Fanlokal in der Innenstadt mit der Wohnnutzung kollidieren würde. Weiter konnte durch die Konzentration der FCL-Fans in einem Fanlokal laut Stadtrat die Sicherheit bereits deutlich erhöht werden. Früher hätten sich die FCL-Fans nämlich in der Nähe des Bahnhofs aufgehalten und wären so leichter mit auswärtigen Fans aneinander geraten.

Gebrauch von Pyros gesunken

In ihrem Postulat sprach die CVP-Fraktion überdies über einen vermeintlichen Anstieg des Gebrauches von Pyrotechnik. Diese Ansicht teilt der Stadtrat nicht, heisst es weiter. Mit Verweis auf neuste Statistiken des Bundesamtes für Polizei sei der Gebrauch von Pyros bei Heimspielen des FCL seit 2017 sogar um zehn Prozent gesunken. Zurückzuführen sei dies auf das seit Jahren geltende Verbot.

Um die Sicherheit an den Spielen zu gewährleisten, setze der Stadtrat auch in Zukunft auf die Einschätzungen von Spezialisten der Luzerner Polizei und der Gastmannschaften. Basierend auf ihrem Verdikt würde dann das Aufgebot an Einsatzkräften bestimmt werden. Für die Sicherheit im Stadion wird auch weiterhin der FCL verantwortlich sein.
In diesem Zusammenhang merkt der Stadtrat an, dass die Verantwortung bei Konflikten und Risiken im Umfeld von Fussballspielen nicht bei der Stadt liegt. Der Stadtrat würde die Entwicklung aber auch in Zukunft weiterverfolgen und sich aktiv für Lösungen einsetzen.