Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

GEBÜHREN: Parkieren kostet jetzt auch in Ebikon

Seit diesem Monat erhebt Ebikon fürs Parkieren bei der Verwaltung Gebühren. Weitere Parkplätze folgen.
Yves Portmann
Ebikon führt als letzte grosse Agglomerationsgemeinde Tarife für das Parkieren auf öffentlichem Grund ein. (Bild: Archiv Neue LZ)

Ebikon führt als letzte grosse Agglomerationsgemeinde Tarife für das Parkieren auf öffentlichem Grund ein. (Bild: Archiv Neue LZ)

Auf öffentlichem Grund ist das Parkieren in Ebikon nicht mehr gratis: Das Abstellen des Autos auf den neu erstellten Parkplätzen auf dem Gemeindehausplatz ist seit Anfang Monat kostenpflichtig. Damit setzt der Gemeinderat den Willen der Stimmberechtigten um, welche am 30. November 2014 dem Parkplatzreglement mit 60 Prozent Ja zustimmten. Ebikon führt als letzte grosse Agglomerationsgemeinde Tarife für das Parkieren auf öffentlichem Grund ein.

Umsetzung erfolgt schrittweise

«Die Parkplätze auf dem Gemeindehausplatz vor der Bibliothek Ebikon sind als Kurzzeitparkplätze gedacht. Die halbe Stunde kostet 50 Rappen», sagt Gemeinderat Peter Schärli (SP). Auf dem Gemeindehausplatz stehen seit Anfang Monat zehn Parkplätze zur Verfügung.

Die neue Parkplatzverordnung werde nun Schritt für Schritt in den nächsten Monaten umgesetzt: «Es finden momentan Absprachen mit Grundeigentümern statt, um das weitere Vorgehen zu planen. Für die Bewirtschaftung des Pfarreiheimplatzes sind wir aktuell mit der katholischen Kirchgemeinde im Gespräch.»

Gebührenpflichtig wird das Parkieren ausserdem auf der Dorfstrasse, beim Lindenhof, der Rotsee-Badi, der Musikschule sowie bei den Schulhäusern Wydenhof, Sagen, Höfli und Feldmatt. Insgesamt rund 230 Parkplätze werden bewirtschaftet. Ein Zückerchen gibts für die Besucher der Rotsee-Badi: Diese Saison bleibt das Parkieren bei der Badi noch gratis.

Erste Stunde kostet 50 Rappen

Für die Benutzung der Parkplätze muss in Zukunft täglich zwischen 5 und 19 Uhr bezahlt werden. «Die erste und die zweite Stunde kosten je 50 Rappen. Für die folgenden Stunden werden jeweils 2 Franken fällig», erklärt Schärli. Mit diesen progressiven Tarifen gilt: Kurzzeitparkierer sollen entlastet, Langzeitparkierer aber vermehrt zur Kasse gebeten werden.

Die maximale Parkdauer beträgt hier zudem sechs Stunden. Wer ein Fahrzeug länger auf dem Parkplatz stehen lassen will – etwa Anwohner oder Handwerker –, kann eine Parkkarte erwerben. Schärli: «Eine Parkkarte für einen Monat kostet 50 Franken, eine Jahreskarte 500 Franken.»

Keinen Gewinn erzielen

«Unser Ziel ist es, die neue Verordnung bis Mitte 2016 umzusetzen», sagt Peter Schärli. So werden in den nächsten Monaten weitere Parkautomaten aufgestellt und Markierungen angebracht. Für das aktuelle Jahr sind 80 000 Franken für die Investitionen budgetiert. «Die Einnahmen budgetieren wir noch nicht, sondern erst, wenn erste Erfahrungswerte bekannt sind.» Es gehe der Gemeinde generell nicht darum, mit der Parkplatzbewirtschaftung Gewinn zu erzielen, sondern den Unterhalt und die Erneuerung von öffentlichen Abstell- und Verkehrsflächen zu decken. Somit sind die Parkgebühren denn auch günstiger als in den anderen grossen Agglomerationsgemeinden. Mit ein Grund für die Einführung der Gebühren sind auswärtige Pendler und Einheimische, welche die öffentlichen Parkplätze teil­weise über längere Zeit als Gratisabstellplatz nutzen.

Einschränkung auf 260 Parkplätzen

«Die Parkplätze sollen vor allem für Besucher des lokalen Gewerbes und der Verkaufsgeschäfte zur Verfügung stehen», erklärt Schärli. Aus diesem Grund schränkt der Gemeinderat das Parkieren auf weiteren 260 Parkplätzen zeitlich ein, etwa auf dem Risch-Areal (ehemaliger Do-it), das allein 190 Plätze bietet. Die maximale Parkdauer beträgt auf diesen Plätzen jeweils zwischen 5 und 19 Uhr drei Stunden. Innerhalb dieser Zeitspanne ist das Parkieren dort aber weiterhin gratis. Wer sein Auto einen ganzen Tag abstellen will, kann für 5 Franken eine Tageskarte erwerben. Am Wochenende kann zudem weiterhin unbeschränkt gratis parkiert werden.

So kontrollieren die Gemeinden

cgl. Für Kontrollen auf öffentlich-rechtlichen Parkplätzen ist grundsätzlich die Polizei zuständig. Parksünder erhalten eine Ordnungsbusse. Privatrechtliche Parkplätze (mit einer richterlichen Verbotstafel) werden nicht von der Polizei kontrolliert. Die Gemeinden beauftragen dafür private Sicherheitsfirmen (meist Securitas). Ordnungsbussen gibt es auf diesen Parkplätzen nicht. Die Gemeinden können aber eine Umtriebsentschädigung verlangen, die meistens 40 Franken beträgt. Wird diese nicht bezahlt, gibt es eine Anzeige.

Mahnwesen ausgelagert

Einen speziellen Versuch startete dieses Jahr die Gemeinde Horw. Sie arbeitet in einem sechsmonatigen Pilotversuch mit der Surseer Firma Parkix zusammen, welche nicht nur Kontrollen macht, sondern auch das Inkasso und das Mahnwesen. Im Juni wird das weitere Vorgehen besprochen. «Wir hatten festgestellt, dass bei der Parkplatzbewirtschaftung Optimierungs- und Verbesserungspotenzial besteht. Die Firma Parkix hat uns ein attraktives Preis-Leistungs-Paket geboten», sagt Marco Capitelli, Leiter Immobilien der Gemeinde Horw.

In Horw werden ab Juli auch im Gebiet Längacher Parkgebühren erhoben. Die erste Stunde kostet 2.50 Franken, danach sind es 1.50 Franken pro Stunde. «Ausschlaggebend über die Anzahl Kontrollen ist das Verhalten der Parkplatzbenützer», sagt Capitelli.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.