Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Gefährden die Spital-Neubauten das Metro-Projekt in der Stadt Luzern?

Das Metro-Parkierungsprojekt ist höchst ungewiss. Jetzt sorgen Pläne des Kantonsspitals für zusätzliche Irritationen.
Hugo Bischof

Das Luzerner Kantonsspital (Luks) wird in einigen Jahren kaum mehr wieder zu erkennen sein. Viele Bauten, auch das Hauptgebäude, werden durch Neubauten ersetzt. Was bisher viele nicht wussten: Zusammen mit dem Neubau Kinderspital/Frauenklinik sollen rund 150 Erdsonden 250 Meter tief in den Boden gerammt werden.

Kürzlich führte die Spitalleitung eine Infoveranstaltung für Anwohner durch. Einige Teilnehmer wurden stutzig, als sie von den Sonden erfuhren. Ihr Befürchtung: Diese könnten das Projekt einer unterirdischen Parkieranlage vom Gebiet Ibach zum Schwanenplatz, die sogenannte Metro, verunmöglichen. Eine abschliessende Antwort darauf habe es nicht gegeben.

Spital will «Korridor freihalten»

Wo kämen die Erdsonden zu liegen? Wir fragten beim Spital nach. Florentin Eiholzer, Leiter Departement Betrieb und Infrastruktur des LUKS, sagt: «Das Kantonsspital setzt bei seinen künftigen baulichen Massnahmen auf eine nachhaltige Energieversorgung.» Die Neubauten auf dem Areal Ost würden für eine energetisch optimale Versorgung mit einem Anergienetz zum Heizen und Kühlen verbunden. Der Erdspeicher mit den Erdsonden diene zu dessen Bewirtschaftung.

Geplant seien die Sonden unterhalb des Neubaus Kinderspital/Frauenklinik. Eiholzer: «Sie werden nur einen sehr begrenzten Teil des Untergrunds auf dem Areal beanspruchen. Gemäss aktueller Planung wird bewusst ein Korridor für die Metro freigelassen, damit kein Konflikt entstünde, wenn das Metro-Projekt in der Zukunft realisiert würde.»

Was sagt die Stadt Luzern zur Thematik Erdsonden und Metro? «Diese Frage wird im Baubewilligungsverfahren zu klären sein», betont Baudirektorin Manuela Jost. «Aktuell können wir dazu noch keine Aussage machen.» Man müsse zuerst die konkreten Pläne konsultieren. Was Umzonungen betrifft, sagt Jost: «Das Kantonsspital ist bereits in einer Zone für öffentliche Zwecke. Stand heute gehen wir davon aus, dass es keine Umzonung braucht, aber eine Anpassung des Bebauungsplans.»

Metro-Projekt liegt seit fünf Jahren auf Eis

Relevant sei auch die Metro-Initiative, sagt Jost. Sie wurde 2018 von einem überparteilichen Komitee eingereicht und fordert, dass das Metro-Projekt «unter Berücksichtigung der kurz-, mittel- und langfristigen Mehrwerte geprüft und weiter entwickelt wird, und die Ergebnisse gegebenenfalls anderen Projekten gegenübergestellt werden können». Dem Initiativkomitee gehören Private wie auch Vertreter der SVP, GLP und BDP an.

Politisch liegt das Metro-Projekt seit 2014 auf Eis. Der Stadtrat hat es nicht als mögliche Lösungsvariante für die Aufwertung der Innenstadt vorgesehen. Die Initianten sind jedoch überzeugt, dass eine unterirdische Schnellbahn zwischen Schwanenplatz und Ibach/Reussegg die zukunftsgerichtete Lösung für das Car-Problem in Luzern ist. Deshalb solle es neben den diversen Parkhausprojekten, insbesondere dem Parkhaus im Musegghügel, als Variante geprüft werden.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.