Gefährliche Zecken breiten sich aus

Mehrere Krankheitsfälle und eine Studie zeigen: Das Zeckengebiet im Kanton Luzern ist grösser als bisher angenommen. Betroffen ist nun auch die Stadt Luzern.

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Gebiete mit erhöhtem Risiko. (Bild: Grafik mop/Neue LZ)

Gebiete mit erhöhtem Risiko. (Bild: Grafik mop/Neue LZ)

Das Zecken-Virus Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist im Kanton weit mehr verbreitet als bislang angenommen. Ebikon, Beromünster, Neudorf, Rain sowie Reussbühl und die ganze Stadt Luzern gelten neu als Endemie- oder eben Risikogebiete. Hier leben also nachweislich Zecken, die das FSME-Virus in sich tragen und dieses auf den Menschen übertragen können.

Entdeckt wurden die neuen Gebiete durch Krankheitsmeldungen sowie eine letztes Jahr vom VBS-Labor in Spiez durchgeführten Studie. In Kanton Luzern gab es im letzten Jahr mindestens neun Fälle von FSME. Auch in weiteren Zentralschweizer Kantonen haben sich die FSME-Gebiete ausgeweitet.

Gebiete mit erhöhtem Risiko. (Bild: Grafik mop/Neue LZ)

Gebiete mit erhöhtem Risiko. (Bild: Grafik mop/Neue LZ)

Der Stich einer infizierten Zecke führt meist zu grippeähnlichen Symptomen, die nach wenigen Tagen verschwinden. Bei einem Grossteil der Personen ist die Krankheit damit überstanden. Bei 5 bis 15 Prozent der Patienten kommt es allerdings zu einer zweiten Krankheitsphase mit Hirnhaut- oder Hirnentzündungen. Beschwerden wie Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Schwindel können bei diesen Personen über Monate anhalten, es sind gar bleibende Schäden wie etwa Lähmungen möglich.

Bei knapp 1 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Das Bundesamt für Gesundheit rät all jenen zur Impfung, die in einem Endemiegebiet leben oder sich zeitweise, etwa zum Joggen, in einem solchen aufhalten.

Barbara Inglin

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.