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Gefahr wird unterschätzt

Kommentar von Alexander von Däniken
Alexander von Däniken

Hoffnung, Zusammenhalt, Strukturen: Das Angebot radikaler muslimischer Organisationen ist für viele Secondos, die sich zwischen muslimischer Tradition und Schweizer Werten (noch) verloren fühlen, verlockend. Besonders der Islamische Zentralrat Schweiz (IZRS) versteht es, die Perspektivlosigkeit solcher Jugendlicher geschickt für seine Zwecke zu nutzen: Schuld daran sei die (vermeintliche) Islamophobie unserer Gesellschaft. Damit drängt der IZRS die Secondos in eine Opferrolle.

Im Windschatten des IZRS hat sich in der Schweiz seit 2012 eine Bewegung aus Deutschland breitgemacht, die mit Standaktionen – auch in Luzern – vordergründig gratis Korane verteilt. «Lies!»: So klar der Name und die Aufforderung der Bewegung ist, so schleierhaft sind deren Motive. Der deutsche Initiant Ibrahim Abou-Nagie ruft zwar nicht offen zu Gewalt auf, es mehren sich aber die Meldungen über Dschihad-Reisende, die zuvor mit der Lies-Bewegung in Kontakt waren. Das deutsche Bundesamt für Verfassungsschutz stellt denn auch klar, dass die «Islam-Infostände von den Salafisten zur Anbahnung von Kontakten genutzt werden, die im weiteren Verlauf zur Radikalisierung der Betroffenen führen können».

Gerade jetzt, wo islamistischer Terror die westliche Welt in immer kürzeren Abständen erschüttert, ist eine lokale und nationale Debatte um die Bewegung wichtig. Während die Politiker und Behörden dem Zentralrat auf die Finger schauen, wird das Gefahrenpotenzial der Lies-Missionare offensichtlich unterschätzt. Hier sind Massnahmen nötig, die über das übliche Bewilligungsverfahren für Stände auf öffentlichem Grund hinausgehen.

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