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Gegenwind bringt Surseer Aussichtsturm zu Fall

Der Widerstand gegen den knapp 30 Meter hohen Turm in der Badi war zu gross: Der Gewerbeverein zieht die Baueingabe per sofort zurück. Ein vernünftiger Entscheid, sagen Stadtpräsident und Gegner.
Alexander von Däniken
Ist definitiv vom Tisch: Der Aussichtsturm in der Badi Sursee. (Visualisierung: PD)

Ist definitiv vom Tisch: Der Aussichtsturm in der Badi Sursee. (Visualisierung: PD)

Die Mitteilung kam nicht unerwartet: Der Verein Gewerbe Region Sursee (GRS) beugt sich dem öffentlichen Druck und zieht seine Baueingabe für den Baditurm zurück. «Es ist nicht das Bestreben des Vereins Gewerbe Region Sursee, ungewollte Projekte zu realisieren», heisst es in der Mitteilung. Präsident Patrik Bräuchi erklärt auf Anfrage: «Natürlich ist es schade, zumal wir bereits viel ehrenamtliche Arbeit in das Projekt gesteckt haben.» Aber man habe klar kommuniziert, dass der Plan bei Gegenwind zurückgezogen werde.

Nun habe sich dieser Widerstand nach Einreichen des Baugesuchs gezeigt. Die Zusammenarbeit mit dem Stadtrat und der Korporation Sursee, welcher das Badi-Areal gehört, sei stets sehr eng gewesen. «Sie hat sich noch intensiviert, nachdem sich erste kritische Stimmen gemeldet haben.» Unter Druck gesetzt worden sei der GRS weder vom Stadtrat noch von der Korporation, wie Bräuchi versichert. Alle Involvierten seien bodenständig, realistisch und schätzten die Meinung der Bevölkerung.

Es ist der zweite gescheiterte Versuch des GRS, in Sursee einen Turm zu realisieren. Wird es auch einen Dritten geben? «Nein, dieses Thema ist für uns vom Tisch.» Das heisse aber nicht, dass das Gewerbe künftig nicht mit Projekten aufwarten wolle. «Welcher Art diese sein werden, wird zu gegebener Zeit kommuniziert», sagt Patrik Bräuchli.

«Viele gute Aktionen auf die Beine gestellt»

Für Stadtpräsident Beat Leu (CVP) ist der Abbruch «eine Reaktion der Vernunft». Er habe sich nur schwer vorstellen können, dass der Gewerbeverein das Projekt bei diesem Widerstand durchziehe.
Erleichtert sind auch die Grünen Sursee. Sie haben den knapp 30 Meter hohen Turm an vorderster Front bekämpft. Kantonsrat Andreas Hofer sagt gegenüber unserer Zeitung: «Es ist ein absolut vernünftiger Entscheid des Gewerbevereins.» Der Politiker erwähnt auch, «dass der Gewerbeverein schon viele gute Aktionen auf die Beine gestellt hat».

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