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GEISS: Der Geisser Himmel ist voller bunter Ballone

Die Brenner fauchten, die Ventilatoren sorgten für die nötige Luftzufuhr. Zum 20. Heissluftballontreffen der Ballongruppe Zentralschweiz sind die Ballone wieder nach Geiss zurückgekehrt – nach langer Pause.
Faszination pur: Zuschauer bestaunen vor dem Dorfeingang, wie die Ballone in die Höhe steigen. (Bild: Dominik Wunderli (Geiss, 26. August 2017))

Faszination pur: Zuschauer bestaunen vor dem Dorfeingang, wie die Ballone in die Höhe steigen. (Bild: Dominik Wunderli (Geiss, 26. August 2017))

Am Samstagabend lebten in Geiss die erfolgreichen Heissluftballonzeiten vor Ort wieder auf. Auf der freien Wiese vor dem Dorfeingang waren am frühen Abend 18 Heissluftballonteams dabei, ihre luftigen Gefährte bereitzustellen: Die bunten Hüllen waren ausgelegt, die Brenner fauchten, die Ventilatoren sorgten für die nötige Luftzufuhr. «Das Ballontreffen kann durchgeführt werden», hatte Markus Zemp, Präsident der Ballongruppe Zentralschweiz BGZ und selber Heissluftballonpilot, bereits am Vortag den gemeldeten Ballonpiloten per Mail melden können.

Mit Kennerblick schaute der ehemalige Geisser Posthalter und langjährige Ballonpilot Anton Winiger dem Treiben zu. 1984 war es, als dank seiner Initiative die Ballongruppe Zentralschweiz vor Ort das erste Heissluftballontreffen durchführte. «14 Ballone waren es damals», erinnerte sich Anton Winiger. Der Anlass wuchs schnell: «Am meisten hatten wir 64 Heissluftballone am Start – das war ein eindrückliches Bild.» Hunderte, wenn nicht Tausende von Zuschauern hatten sich jeweils eingefunden. Auch aus Sicherheitsgründen wurde dann die Anzahl Ballone verkleinert. Nach dem zehnjährigen Jubiläum in Geiss fand der Anlass ab 1995 in Buttisholz statt. Einige Male mussten die Treffen witterungsbedingt abgesagt werden.

Dem Fuchsballon auf der Spur

Auch in der 20. Ausführung des Anlasses wurde am Samstag die traditionelle Fuchsjagd durchgeführt. Dabei steigt der Fuchsballon, mit einem gelben Band am Ballonkorb gekennzeichnet, zuerst auf. Nach einiger Zeit setzt er auf und legt ein Zielkreuz auf. Die Verfolgerballone versuchen möglichst exakt, über dem ausgelegten Ziel, mit einem mitgeführten Sandsäcklein zu markern. Nachher wird die Fahrt fortgesetzt. Diese Aufgabe ist die sportliche Herausforderung der Ballonteams.

Aber zum Geisser Ballontreffen gehört auch das Zusammensein mit Ballonfreunden und der Kontakt mit den Zuschauern. Ballonpilot Patrick Schmidli aus Oberkirch ist immer dabei gewesen. «So schön stressfrei ist dieser Anlass, der Kampfgeist ist nicht das Wichtigste, vielmehr das Zusammensein.» Er erinnert sich an die frühen Geisser Treffen: «Da klebten die Zuschauer richtig­gehend an den Hängen.» Inzwischen sei halt der Anblick von so vielen Ballonen für viele Leute ein «Déjà-vu», halt nicht mehr eine Sensation wie zu den Anfängen. «Aber es ist nach wie vor ein sanftes, kalkulierbares und risikoarmes Abenteuer. Entschleunigen halt», sagt Patrick Schmidli. Dem ganzen Treiben schaut auch Mark Stuber mit seiner Familie aufmerksam zu. Er pilotiert beruflich eine Boing 777 bei der Swiss. Hier geht es etwas gemächlicher zu und her, nicht wahr? Der Swiss-Captain aus Meggen sagt: «Eigentlich das pure Gegenteil von uns: Leise – laut, entschleunigen – beschleunigen.» Er ist aber beeindruckt vom ganzen farbigen Spektakel. So wie wohl auch die vielen weiteren Zaungäste. Erst recht dann, als beim Einnachten beim Ballon-Glow die Ballone wie gigantische Fackeln in der Geisser Nacht glühen.

Hannes Bucher

redaktion@zentralschweizamsonntag.ch

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