Gemeinde Beromünster wächst weiter

Die Stimmbevölkerung von Beromünster und Neudorf spricht sich an der Urne deutlich für eine Fusion der beiden Gemeinden aus. Damit wächst das fusionserprobte Beromünster weiter.

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Beromünster und Neudorf fusionieren: Marie-Louise Arnet-Sommer (Gemeindeschreiberin Neudorf), Martin Schlegel (Gemeindepräsident Neudorf), Charly Freitag (Gemeindepräsident Beromünster) und Daniel Bucher (Gemeindeschreiber Beromünster) bei der Vertragszverzeichnung. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Beromünster und Neudorf fusionieren: Marie-Louise Arnet-Sommer (Gemeindeschreiberin Neudorf), Martin Schlegel (Gemeindepräsident Neudorf), Charly Freitag (Gemeindepräsident Beromünster) und Daniel Bucher (Gemeindeschreiber Beromünster) bei der Vertragszverzeichnung. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Die Stimmbevölkerung von Beromünster und Neudorf haben einer Fusion der beiden Gemeinden per 1. Januar 2013 zugestimmt. Beromünster stimmte dem Zusammenschluss am Sonntag mit 61 Prozent und Neudorf gar mit 69,1 Prozent Ja-Stimmen zu.

Die Gemeindepräsidenten der beiden Gemeinden sind froh und dankbar: «Das zeigt, wie tief unsere nachbarschaftlichen Beziehungen bereits heute sind, und es spricht für die Offenheit unserer Einwohnerinnen und Einwohner», sagte Charly Freitag, Gemeindepräsident von Beromünster. Martin Schlegel, Gemeindepräsident von Neudorf verwies noch einmal auf die anspruchsvollen Aufgaben der Gemeinden in Zukunft: «Gemeinsam sind wir gegenüber diesen Herausforderungen besser gewappnet.»

Gemeinden stärken

Bereits im Vorfeld der Abstimmung war klar, dass die beiden Gemeinden nicht aus der Not heraus fusionieren wollen, sondern um die Gemeinden zu stärken. «Die beiden Gemeinden sind schon jetzt stark zusammengewachsen », sagte der Beromünsterer Gemeindepräsident Charly Freitag. Jugendarbeit, Spitex, Feuerwehr, Oberstufenzentrum, Musikschule und Altersheim wurden bereits von Neudorf mitgenutzt. Auch die Vereine würden stark zusammenarbeiten.

Beromünster hat Erfahrung mit Fusionen: 2004 vereinigte sich die Gemeinde mit Schwarzenbach – es war die erste Fusion im Kanton –, und 2009 gingen Beromünster und Gunzwil zusammen. «Erfolgsgeschichten», sagt Charly Freitag. Der Fusionsbeitrag vom Kanton beläuft sich auf 3,1 Millionen Franken.

Gleiches Projekt schon gescheitert

Beim ersten versich einer Fusion verwarf Neudorf 2004 ein Fusionsprojekt mit Beromünster und Gunzwil (das heute auch zu Beromünster gehört) hauchdünn an der Urne. Im Vergleich zu damals haben die Neudorfer im heutigen Fusionsvertrag aber eine Sitzgarantie für Neudorf, sowohl im Gemeinderat wie auch in den Kommissionen.

lm/bep

Einschätzungen und Reaktionen lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung.