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Gemeinde Buchrain will den Dorfkern mit privater Hilfe aufwerten

Buchrains Zentrum wird aufgepeppt. Betroffen davon ist unter anderem der geschichtsträchtige Landgasthof Adler. Beim Projekt setzt die Gemeinde auf die Erfahrung eines wichtigen Players aus der Immobilienbranche.
Ines Häfliger
Hier sieht Buchrain noch putzig aus: Der Landgasthof Adler (rechts) gehört ebenfalls zum Zentrums-Perimeter, wo die Gemeinde einiges vor hat. (Bild: Dominik Wunderli, 5. November 2018)

Hier sieht Buchrain noch putzig aus: Der Landgasthof Adler (rechts) gehört ebenfalls zum Zentrums-Perimeter, wo die Gemeinde einiges vor hat. (Bild: Dominik Wunderli, 5. November 2018)

Wer durch Buchrain fährt, dem sticht der Landgasthof Adler sofort ins Auge. Stolz thront das über 500-jährige Bauwerk an der Hauptstrasse 24. Grüne Fensterläden, verteilt über vier Etagen, kontrastieren mit der dunklen Holzfassade. Im Sommer schmücken Geranien das von der Denkmalpflege des Kantons Luzern als schützenswert eingestufte Gebäude. Der «Adler» ist ein Aushängeschild der Gemeinde.

Doch ein stattlicher Gasthof alleine bildet noch kein Zentrum. Der Dorfkern sei zu zerstückelt, hielt die Gemeinde im 2014 erschienenen «Entwicklungskonzept Dorfzentrum Bueri» fest. Die einzelnen Teilbereiche – der alte Dorfkern, die Schul- und Verwaltungsgebäude sowie das neue Zentrum Tschann – würden keine Einheit bilden. Die Gemeinde will das Zentrum nun Schritt für Schritt neu beleben. Insbesondere der generationsübergreifende Aspekt sei zentral, betont Bauvorsteher Heinz Amstad (FDP): «Das neue Dorfzentrum soll alle Anspruchs- und Altersgruppen berücksichtigen.»

Von der Aufwertung des Buchrainer Dorfkerns ist auch der Landgasthof Adler betroffen. Die Eigentümerin des über 3000 Quadratmeter grossen Grundstückes ist die Immobiliengesellschaft SKW Inter GmbH. Die Frage ist, wie lange noch. Denn im Sommer hat die Eberli Sarnen AG das Kaufrecht an der Parzelle gesichert. Die Obwaldner Firma ist ein wichtiger Player in der hiesigen Immobilien- und Bauszene: Sie hat unter anderem die Swissporarena mitrealisiert und ist zudem Co-Investorin bei der geplanten Krienser Pilatus Arena mit einem 103-Meter-Turm.

«Der Architekt muss dem Gasthaus Respekt zollen»

Nun will die Eberli Sarnen AG also auch in Buchrain mitwirken. Doch nicht in Eigenregie: Eine enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde ist vertraglich abgesichert. Die beiden Parteien haben eine gegenseitige Absichtserklärung unterzeichnet. «Wir wollen das Potenzial im Zusammenhang mit der Dorfzentrumsentwicklung besser nutzen», so Alain Grossenbacher, Verwaltungsratspräsident und CEO der Eberli Sarnen AG.

Wie die Firma dieses Potenzial genau ausschöpfen will, lässt Grossenbacher offen: «Über die konkrete Ausgestaltung kann ich noch keine Aussage machen. Das werden uns die nächsten Planungsschritte zeigen.» Zu den Vorbereitungsarbeiten gehört unter anderem ein Architekturwettbewerb. Denn das «Adler»-Grundstück sei in planungstechnischer Hinsicht eine Herausforderung, so Alain Grossenbacher. «Bei solch einem schönen Dorfkern ist ein behutsames Vorgehen gefragt. Der Architekt muss dem Gasthaus Respekt entgegenbringen.»

Vertrag mit «Adler»-Wirt läuft noch fünf Jahre

Auch wenn die Eberli Sarnen AG den Kauf beabsichtigt: Ob die Pläne des Gewinnerprojektes dann auch tatsächlich umgesetzt werden, ist noch unklar. Offen bleibt auch, wie es mit dem Pachtverhältnis weitergehen würde. Die derzeitige Grundstückeigentümerin SKW Inter GmbH hat das Gebäude an das Wirtepaar Beat und Lisa Dormann verpachtet. Deren Pachtvertrag läuft noch fünf weitere Jahre. Ob es im Falle eines Eigentümerwechsels zu einer Vertragsverlängerung komme, stehe noch in den Sternen, so Grossenbacher. «Fünf Jahre sind schliesslich eine lange Zeit. Ein Restaurant wird es im «Adler» aber immer geben.»

Damit spricht Eberli-CEO Alain Grossenbacher dem Buchrainer Bauvorsteher Heinz Amstad aus der Seele: «Der Gemeinderat hofft natürlich, dass der Restaurantbetrieb auch in Zukunft fortgesetzt wird.»

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