GEMEINDEGRENZEN: Eine «Züglete» der anderen Art

Beromünster soll schrumpfen, Schenkon wachsen. Das hat für eine Familie grosse Auswirkungen.

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Familie Muris Haus soll neu auf Schenkoner Gebiet liegen. Die Gemeindegrenze verläuft entlang der Gartenmauer. Auf dem Bild (von links im Uhrzeigersinn) Fabio, Nico und Carlo Muri. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Familie Muris Haus soll neu auf Schenkoner Gebiet liegen. Die Gemeindegrenze verläuft entlang der Gartenmauer. Auf dem Bild (von links im Uhrzeigersinn) Fabio, Nico und Carlo Muri. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

io. In eine neue Gemeinde zügeln – ohne das Haus verlassen zu müssen oder auch nur eine Adressänderung melden zu müssen. Dieses vermeintlich traumhafte und etwas kuriose Zügel-Szenario könnte der Familie Muri in Kürze bevorstehen. Möglich macht dies eine geplante Grenzänderung zwischen Schenkon und Beromünster im Gebiet Tann. Der Hof der Familie Muri wäre danach plötzlich nicht mehr auf Münsterer, sondern Schenkoner Boden. Die Gemeinde Schenkon hat der Grenzänderung bereits zugestimmt, in Beromünster erfolgt im September eine Urnenabstimmung

Schulweg nur noch halb so weit

Nächstes Jahr aber kommt das erste der drei Muri-Kinder in die 3. Primarstufe. Konsequenterweise müsste es dann die nächstgelegene Schule der Gemeinde Beromünster besuchen. Diese liegt im Ortsteil Gunzwil und ist fast viereinhalb Kilometer entfernt. Im Vergleich dazu ist der Weg bis zum Schulhaus Grundhof nur knapp zwei Kilometer entfernt

Für die Noch-Beromünsterer Familie Muri und den ebenfalls «umgemeindeten» Nachbarn wird der spezielle Umzug mit einem weiteren «Zückerchen» versüsst: tieferen Steuern. Statt 1,95 Einheiten (Beromünster) müssten sie nur noch 1,3 Einheiten (Schenkon) Steuern bezahlen.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen LZ und im E-Paper.