GEMEINDEN: Agglo soll mehr Gewicht erhalten

Kriens und Emmen drohten mit dem Austritt aus dem Verband der Luzerner Gemeinden. Nun werden sie besänftigt.

Lukas Nussbaumer
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Blick auf die Stadt Luzern. (Bild: Archiv Neue LZ)

Blick auf die Stadt Luzern. (Bild: Archiv Neue LZ)

Der Verband der Luzerner Gemeinden (VLG) hat eine entscheidende Vorstandswahl vor sich. Am 27. März sollen Rolf Born (FDP) aus Emmen, Lothar Sidler (CVP) aus Kriens und Fabian Peter (FDP) aus Inwil ins neunköpfige Leitungsgremium gewählt werden. Sie würden die abtretenden Erwin Arnold (CVP, Buchrain), Irene Keller (FDP, Vitznau) und Markus Hool (FDP, Horw) ersetzen.

Der Wahlantrag für die neuen Vorstandsmitglieder stammt vom Vorstand selber. Ein unübliches Vorgehen: Der Vorstand stellt üblicherweise keine Anträge, sondern spricht bloss Empfehlungen aus.

Auch Luzern und Horw drohten

Grund für dieses Vorgehen sind Querelen, die nach der Nichtwahl von Susanne Truttmann-Hauri (SP, Emmen) in den Vorstand 2013 entstanden waren und in Austrittsdrohungen von Kriens, Emmen, aber auch der Stadt Luzern und Horw gipfelten. Besonders laut bemerkbar machten sich Kriens und Emmen. Ihre Hauptkritik: Wir sind im Vorstand zu wenig gut vertreten, und wir zahlen zu viel Geld. Rolf Born und Lothar Sidler begrüssen den Wahlantrag des Vorstands deshalb nun auch ausdrücklich.

Beseitigt sind die atmosphärischen Störungen innerhalb des VLG mit der Wahl von Born und Sidler jedoch nicht – die Finanzierung des Verbands und seine Kommunikation nach aussen sind weiterhin umstritten.