Gemeinden mit Flüchtlingen überfordert

Allein die Gemeinde Kriens zahlt jährlich über 600'000 Franken Sozialhilfe an Flüchtlinge. Die Gemeinde trifft es mit diesen Zahlungen gemäss ihrem Sozialvorsteher vergleichsweise stärker. Er gibt Gegensteuer.

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Blick in die Küche eines Asylheims in der Region. (Bild: Archiv / Neue LZ)

Blick in die Küche eines Asylheims in der Region. (Bild: Archiv / Neue LZ)

Nach geltender Regelung werden anerkannte Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Asylsuchende während der ersten zehn Jahre ihres Aufenthaltes vom Kanton respektive der Caritas unterstützt. Ist diese Zeit verstrichen, übernehmen die Gemeinden die Verantwortung. Und zwar wird jene Kommune in die Pflicht genommen, in der der Flüchtling zum Zeitpunkt des Ablaufes der Frist Wohnsitz hat. Das ist mehrheitlich dort, wo die Caritas günstigen Wohnraum anbieten kann.

Über diesen Mechanismus ist der Krienser Sozialvorsteher Lothar Sidler alles andere als glücklich. «In diesem Bereich herrscht das Prinzip Zufall.» Gemessen an der Wohnbevölkerung ist Kriens mit den meisten Dossiers betraut.

Sidler fordert, dass im Sozialhilfegesetz die entsprechenden Anpassungen vorgenommen werden. Will heissen, dass der Kanton wieder - wie in der Zeit vor 2008 - zeitlich unbeschränkt die Verantwortung übernimmt.

Thomas Heer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.