Gemeinden reichen Einsprache gegen Lidl-Verteilzentrum an Luzerner Kantonsgrenze ein

Im bernischen Roggwil möchte Lidl ein riesiges Verteilzentrum bauen. Sechs der umliegenden Gemeinden haben nun mit dem Regionalverband Zofingenregio Einsprache eingereicht.

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So könnte das neue Lidl-Verteilzentrum in Roggwil BE dereinst aussehen.

So könnte das neue Lidl-Verteilzentrum in Roggwil BE dereinst aussehen.

Visualisierung: PD

(jon) Ein rund 600 Meter langes und bis zu 110 Meter breites Verteilzentrum plant der Detailhändler Lidl derzeit in Roggwil im Kanton Bern. Schon als die Pläne bekannt wurden, regte sich bei den umliegenden Luzerner und Aargauer Gemeinden Widerstand. Dieser resultiert nun eine Einsprache gegen die öffentlich aufgelegten Zonenpläne. Absender sind die Luzerner Gemeinden Paffnau, Reiden und Roggliswil, die Aargauer Gemeinden Brittnau, Murgenthal und Rothrist sowie der Gemeindeverband Zofingenregio, wie dieser am Mittwoch mitteilte.

Grund sei, dass die gewünschten Anpassungen am Projekt nicht berücksichtigt wurden. So fehle beispielsweise eine Beurteilung des Bundesamtes für Strassen zur Ein- und Ausfahrt auf die Autobahn in Reiden, über die rund ein Viertel des Schwerverkehrs abgewickelt werden solle.

Weiter kritisieren die Einsprecher, dass die Güter offenbar nicht auf die Schiene verlegt würde, obwohl das geplante Verteilzentrum an der Bahnlinie liegen würde.

Noch Anfang Jahr hiess es seitens Lidl Schweiz, man wolle das Verteilzentrum Ende 2024 in Betrieb nehmen. Der Detailhändler rechnet mit Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe.