GEMEINDEN: Zu wenig Plätze für Asylbewerber

Die Gemeinden müssen 400 Plätze für Asylsuchende schaffen. Noch fehlen viele – vor allem wegen einem ausgetrockneten Wohnungsmarkt.

Matthias Stalder
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Bild: Keystone

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150 Plätze für Asylbewerber müssen bis Ende dieses Jahres noch gefunden werden – das fordert der Kanton Luzern von den Gemeinden. Diese tun sich aber schwer mit der Forderung. Eine Umfrage bei verschiedenen Gemeinden zeigt, dass diese bis jetzt nur wenige zusätzliche Plätze auftreiben konnten.

Grosse Unterschiede

So fehlen etwa in Neuenkirch noch 25 Plätze, in Willisau sind es 23, in Dagmersellen muss die Gemeinde noch 20 Plätze für Asylsuchende finden, etwas weniger sind es in Schötz mit 16. Als Grund dafür, dass die Plätze noch nicht gefunden wurden, sehen die Gemeinden vor allem den ausgetrockneten Wohnungsmarkt an. Kurt Steiger, Gemeindeschreiber von Dagmersellen sagt: «Die Wohnungen gehen hier weg wie frische Weggli.»

Es gibt aber auch angefragte Gemeinden, die schon viele Plätze bereit stellen konnten, so etwa Sursee: Von 36 Plätzen wurden 28 gefunden.