Gemeinderat gegen «strikte» Klassenbestände

Der Gemeinderat von Emmen will sich nicht dazu verpflichten, in Zukunft die Klassengrössen gemäss kantonaler Gesetzgebung «strikte» einzuhalten. Auch die knappen finanziellen Ressourcen liessen kaum mehr Spielraum zu.

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Das Schulhaus Emmen Dorf. (Bild: Archiv/Neue LZ)

Das Schulhaus Emmen Dorf. (Bild: Archiv/Neue LZ)

Der Lehrerverein Emmen verlangt in einer von 189 Personen unterschriebenen Petition eine «strikte» Einhaltung der Klassengrössen gemäss Verordnung zur kantonalen Gesetzgebung. In seiner Stellungnahme sieht der Gemeinderat die Forderung aktuell erfüllt, will aber keine Zusage für eine abschliessende und mehrjährige «strikte» Einhaltung der Klassenbestände machen.

Ist-Zustand für Gemeinderat befriedigend

Für das Schuljahr 2012/13 seien drei zusätzliche Abteilungen bewilligt worden, welche nicht im Budget vorgesehen waren. Ein Vergleich mit dem kantonalen Durchschnitt zeige, dass die Klassenbestände an der Volksschule Emmen nur im Kindergarten und in der Basisstufe leicht über, in der gesamten Primar- und Sekundarschule aber leicht unter dem kantonalen Durchschnitt liegen.

Veto gegen «strikte» Einhaltung

Gemeinderat und Bildungskommission weisen in ihrer Begründung darauf hin, dass sich die aktuelle Schulplanung in einem finanziell äusserst angespannten Umfeld bewegen.

Ausserdem gebe es Situationen, in denen die geforderte «strikte» Einhaltung der Klassenbestände nicht möglich sei. So mache es beispielsweise keinen Sinn, kleinere Schüler auf einen weiten und gefährlichen Schulweg zu schicken, lediglich um einen Klassenbestand einzuhalten. Auch schwierige Planungsfaktoren wie Zu- und Wegzüge, Repetitionen und Sonderschulverfügungen würden keine strikte Einhaltung garantieren.

pd/bep