Gemeinderat spricht sich für Rebberg aus

Gibt es bald Wein aus Kriens? Der Gemeinderat kann sich dies jedenfalls gut vorstellen und lässt den Bau eines Rebbergs auf der Liegenschaft Unterhus abklären.

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Die Liegenschaft Unterhus in Kriens. (Archivbild/Neue LZ)

Die Liegenschaft Unterhus in Kriens. (Archivbild/Neue LZ)

Die Liegenschaft Unterhus wird derzeit landwirtschaftlich genutzt. Wie es in einer Mitteilung der Gemeinde heisst, könne sich der Gemeiderat grundsätzlich vorstellen den betrieb mit dem Bau und Betrieb eines Rebberges zu ergänzen. Bis zur juristischen Klärung der Frage, ob dies auch zulässig wäre, habe der Gemeinderat vertiefte Abklärungen zum Bau eines Rebberges in Auftrag gegeben.

Gesamtkonzept des Rebbergs wird geprüft

Im Gebiet Unterhus im unteren Gemeindeteil habe die Gemeinde Kriens im Rahmen einer Schenkung von vor Jahren diverse Parzellen erhalten. Die Schenkung erfolgte unter der Auflage, auf der Liegenschaft einen «landwirtschaftlichen Musterbetrieb» zu betreiben. Ob auch der Betreib eines Rebberges die Bedingungen des Schenkers erfüllen, muss das Bezirksgericht klären. Bis zum definitiven Urteil werde deshalb nicht über die langfristige Nutzung des Gebietes entschieden.

Nichtsdestotrotz sollen mit den privaten Initianten des Rebbergs das Gesamtkonzept (Rebbau in der Hanglage, ergänzende landwirtschaftliche Nutzung in der Ebene) und auch Detailfragen (Eignungsabklärungen im Hang durch Bodenproben) vorsorglich geklärt werden.

Verkürzter Pachtvertrag

Im Sinne einer Übergangsregelung werde der bisherige Pächter die Liegenschaft Unterhus weiter bewirtschaften. Dazu soll ein verkürzter Pachtvertrag abgeschlossen werden. Der Pächter verpflichte sich, nach einem rechtsgültigen Entscheid betreffend die Nutzung der Liegenschaft Unterhus die Hanglage für den Rebbau freizugeben.

pd/bep