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Emmer Gemeinderats-Kandidaten kreuzen die Klingen

Die Ersatzwahl vom 10. Juni für den Emmer Gemeinderat wird spannend. Fünf Kandidaten buhlen um zwei Sitze in der Exekutive. Am Donnerstagabend liessen sich vier von ihnen auf «Herz und Nieren» prüfen.
Chiara Stäheli
Podiumsdiskussion zu den Gemeinderatswahlen vom 10. Juni mit vier der fünf Kandidaten: Patrick Schnellmann CVP (von links), Moniquie Frey (Grüne), Brahim Aakti (SP) und Felix Müri (SVP). (Bild: Manuela Jans-Koch (Emmen, 24. Mai 2018 Emmen))

Podiumsdiskussion zu den Gemeinderatswahlen vom 10. Juni mit vier der fünf Kandidaten: Patrick Schnellmann CVP (von links), Moniquie Frey (Grüne), Brahim Aakti (SP) und Felix Müri (SVP). (Bild: Manuela Jans-Koch (Emmen, 24. Mai 2018 Emmen))

Die Strassen in Emmen werden derzeit von Wahlplakaten gesäumt. Grund dafür sind die Gemeinderatswahlen vom 10. Juni. Dabei gilt es die beiden freiwerdenden Sitze in der Bildungs- und Finanzdirektion von Susanne Truttmann (SP) und Urs Dickerhof (SVP) zu besetzen. Die fünf Kandidaten könnten unterschiedlicher nicht sein. Zur Wahl stellen sich Monique Frey (Grüne), Brahim Aakti (SP), Felix Müri (SVP), Patrick Schnellmann (CVP) und Vital Burger (Forum Emmen). Im sehr gut besuchten Podium vom Donnerstagabend fühlte Beatrice Vogel, Redaktorin unserer Zeitung, den Kandidaten auf den Zahn. Bis auf «Nicht-Politiker» Vital Burger – er weilte im Ausland – standen sämtliche Amtsanwärter Rede und Antwort.

Der Prominenteste unter den Kandidaten ist Felix Müri. Der SVP-Nationalrat möchte seine Erfahrungen aus den Legislativämtern in die Emmer Exekutive einbringen: «Es reizt mich, im Gemeinderat einen spannenden Job zu übernehmen. Man hat einen grösseren Spielraum, als wenn man als Gesetzmacher agiert.» Dies tut Müri bereits seit 2003 im Nationalrat. Ob er dieses Mandat auch bei einer Wahl in den Gemeinderat beibehält, wird nach der Wahl entschieden. «Der Schwerpunkt liegt aber sicher auf Emmen», so Müri.

SP-Einwohnerrat Brahim Aakti ist der Jüngste unter den Kandidaten. Seine ausländische Herkunft sei ein Pluspunkt, meint er: «In Emmen gibt es viele Kulturen. Da ist mein Migrationshintergrund sicher von Vorteil.» Angesprochen darauf, ob sein Alter nicht mit geringerer Erfahrung einhergehe, sagt Aakti: «Ich werde wohl unterschätzt. Es kommt nicht auf die Erfahrung an, viel mehr auf die Kompetenzen, die eine Person mitbringt.»

Die einzige Frau im Bunde ist Grüne-Kantonsrätin Monique Frey: «Ich möchte mit meiner Kandidatur den Blickwinkel einer Frau in den Gemeinderat bringen.» In ihrer möglichen Tätigkeit als Gemeinderätin möchte sie den Fokus auf Nachhaltigkeit legen. Sei dies in der Umwelt-, Bildungs- oder Sozialpolitik. Als Beispiel nennt sie die Schule: «Ich finde es entscheidend, dass die Schule eine integrative Wirkung hat. Die Kinder sollen trotz dem herausfordernden Umfeld in Emmen frustfrei die Schule besuchen können.» Auch den Ausbau der Vereine als Integrationsmotor möchte sie vorantreiben. CVP-Kandidat Patrick Schnellmann ist noch nicht lange in der Politik tätig - seit 2016 sitzt er im Einwohnerrat. Seine bisher kurze Politkarriere sieht er als Vorteil: «Ich bin unverbraucht und voller Energie. So können wir gemeinsam Neues anpacken und Emmen weiterbringen.» Innerhalb der CVP lokalisiert sich Schnellmann eher rechts. Obwohl er wirtschaftsorientiert sei, möchte er auch die Probleme in der Sozialpolitik angehen und Familien stärken. Er sieht sich als Vertreter des Mittelstandes und möchte eben diesen im Gemeinderat vertreten.

Gemeinsam mit den Gemeinderatswahlen finden am 10. Juni auch die Abstimmungen zum Budget 2018 statt. Einer, der das aktuelle Budget vertritt, ist Schnellmann. Er möchte nicht, dass aufgrund eines fehlenden Budgets der Kanton «das Zepter in die Hand nimmt». Auch Brahim Aakti ist der Meinung, dass man um eine Steuererhöhung nicht herumkomme, das Budget sei aber ein Fehlansatz. Er erhofft sich eine deutlichere Steuererhöhung durch den Regierungsrat, um das strukturelle Defizit der Gemeinde zu begleichen. Auch Müri findet es «nicht schlimm», wenn das Budget weiter an den Kanton geht. Es sei wohl aber nicht zu umgehen, «den Gürtel enger zu schnallen und über den Abbau einiger Leistungen zu diskutieren.»

Er sieht die Probleme in Emmen als Chance: «Es ist gar nicht alles so schlecht in Emmen, wie es immer dargestellt wird. Wir müssen nun diese positive Ausstrahlung weiter fördern.»

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