Kommentar

Gemeindewahlen im Kanton Luzern: Es braucht einen engen Austausch zwischen Behörden und Ortsparteien

Die Ortsparteien sind bei der Suche nach Gemeinderatskandidaten hauptverantwortlich. Sie erledigen ihre Aufgabe gut.

Lukas Nussbaumer
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Lukas Nussbaumer.

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An Wahltagen ist für die Parteien und ihre Vertreter Zahltag. Dann manifestiert sich die Gunst der Wähler in Sitzgewinnen oder -verlusten. Lange vorher beginnt die Knochenarbeit der Kandidatensuche. Einfach ist das nicht: Viele mögliche Gemeinderäte sind beruflich stark engagiert, haben Familie und pflegen Hobbys.

Dennoch gelingt es den Luzerner Ortsparteien alle vier Jahre, genügend Anwärter für die kantonsweit knapp 400 Exekutivmandate zu finden. Das dürfte auch heuer der Fall sein, obwohl es jetzt noch Gemeinden gibt, in denen die Parteien weiterhin Kandidaten suchen müssen. Denn trotz hoher Anforderungen hat das Amt eines Gemeinderats seine Reize: Spannende und vielfältige Aufgaben, meist gute Entlöhnung, Sprungbrett für eine weitere Politkarriere.

Nun neigt sich die Legislatur dem Ende zu, und es lässt sich eine erste Bilanz ziehen: Die Ortsparteien machen einen guten Job, die Behörden funktionieren – auch wenn es in einigen Exekutiven zu überraschenden und mit Misstönen verbundenen Rücktritten gekommen ist. Damit das Fazit auch in Zukunft positiv ausfällt, braucht es in den Gemeinden den ständigen Austausch zwischen Behörden und Parteien. So lässt sich rechtzeitig handeln, wenn beispielsweise die Pensen eine zu hohe Hürde darstellen für das Finden von geeigneten Amtsträgern. Nicht umsonst haben viele der 82 Luzerner Gemeinden ihre Modelle im Laufe der Zeit angepasst. Und erleichtern so auch den Ortsparteien die Kandidatensuche.

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