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Kommentar

Gemeinnütziger Wohnungsbau:
Es geht auch ohne gesetzlichen Auftrag

Wie geht es nach dem Nein zur Wohnraum-Initiative in Kriens weiter mit der Förderung preisgünstiger Wohnungen? Eine Einschätzung von Stefan Dähler, stv. Leiter Ressort Stadt/Region Luzern.
Stefan Dähler

Anders als früher in der Stadt Luzern und in Horw ist in Kriens eine Initiative für die Förderung von bezahlbarem Wohnraum gescheitert. Der Zeitpunkt war für das Anliegen eher ungünstig. Nachdem die Mieten in den vergangenen Jahren stark gestiegen waren, wurde diese Entwicklung aufgrund des derzeit grossen Wohnungsangebots zuletzt gebremst. Auch die angespannten Krienser Stadtfinanzen könnten eine Rolle gespielt haben. Viele Stimmbürger befürchteten wohl, dass aufgrund preisgünstiger Wohnungen weniger gute Steuerzahler zuziehen.

Die Initianten haben aber trotzdem etwas erreicht. 46 Prozent Ja-Anteil sind für ein Anliegen, das im Vorfeld nur von SP und Grünen unterstützt wurde, kein schlechtes Resultat. Ausserdem wird das Thema aufgrund der Initiative nun durch eine Arbeitsgruppe weiterverfolgt.

Diese Arbeitsgruppe hat nun eine anspruchsvolle Aufgabe vor sich. Da die Stadt Kriens kaum mehr über Grundstücke in der Bauzone verfügt, muss sie andere Wege suchen, den gemeinnützigen Wohnungsbau zu fördern. Sprich: Es gilt, Private davon zu überzeugen, ihr Land an gemeinnützige Bauträger abzugeben oder selbst preisgünstig zu bauen. Dass das auch ohne gesetzlichen Auftrag auf freiwilliger Basis möglich ist, zeigt nicht zuletzt ein Blick in die eigene Stadt: So hat die Andritz AG ihr Areal mitten im Krienser Zentrum 2017 an eine Baugenossenschaft verkauft.

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