GENERIKA: Ineichen macht sich stark für Billig-Medizin

Der Luzerner FDP-Nationalrat Otto Ineichen will mit einer Gruppe von zehn Parlamentariern bei der Grundversicherung 1,5 Milliarden einsparen. Einer seiner Vorschläge stösst nicht auf viel Gegenliebe.

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Otto Ineichen. (Bild EQ)

Otto Ineichen. (Bild EQ)

Künftig sollen die Kassen nur noch das günstigste Medikament mit gleichem Wirkstoff vergüten, höchstens zehn Prozent darf der Preis noch darüberliegen. Dies eine der Ideen von Ineichen, Simonetta Sommaruga, Ruth Humbel, Jacqueline Fehr und anderen, wie es in einer Vorabmeldung des «SonntagsBlick» heisst. Ersparnis: 320 Millionen Franken.

Stellenverluste befürchtet
Selbst bei der Generika-Industrie, die billigere Kopien von Originalen herstellt, sei man entsetzt, wie es weiter heisst. Generika-Experte Salvatore Volante: «Wenn asiatische Pharmafirmen mit Billigstprodukten den Schweizer Medikamentenmarkt aufmischen, geht die Generika-Industrie kaputt.» 2500 Jobs seien gefährdet.

Kritiker sehen auch Probleme auf die Patienten zukommen. «Das billigste Mittel für eine Therapie ist nicht immer das beste», sagte Ernst Gähler, Vizepräsident der Ärzteverbindung FMH, gegenüber «SonntagsBlick».

scd