GENF: FCL-Anhänger offenbar bei Marsch durch Genf von Polizeitöff verletzt

Rund um das Fussball-Cupspiel Servette-Luzern kam es am Samstag zu Ausschreitungen. Dabei soll ein Luzerner verletzt worden sein.

Drucken
Teilen

300 Personen umfasste der Fanzug der Luzerner, der sich am Samstag durch die Stadt Genf wälzte. Dabei ging es laut der er «Tribune de Genève»  alles andere als friedlich zu und her. Gemäss Augenzeugen, die sich bei der Luzerner Zeitung meldeten, wurde dabei ein Luzerner  verletzt. Offenbar wurde er auf dem Marsch zum Stadion von einem vorbeifahrenden Polizei-Motorrad angefahren. Thomas Buchmann, Stellenleiter der Fanarbeit Luzern und in Genf mit dabei, führte gegenüber «Radio Pilatus» aus, dass der Fan bei der Kollision am Kopf eine Platzwunde erlitt und später von der Stadion-Sanität ins Spital gefahren worden sei. 

Laut Thomas Buchmann war dem Vorfall eine Panne eines Trams vorausgegangen. Die Polizei hatte darauf bestanden, dass die Luzerner mit dem  öffentlichen Verkehr zum Stadion gelangten. In einem überfüllten Tram sei gehüpft worden, wordurch es am Fahrzeug zu einem technischen Defekt kam. Die Luzerner mussten daraufhin den Weg zum Stadion zu Fuss zurücklegen. 

Buchmann bescheinigt den Luzerner Anhängern vor dem Spiel ein friedliches Verhalten. Nach dem Spiel habe sich «die grosse Mehrheit sehr gut verhalten», wogegen einzelne «ihrem Unmut freien Lauf liessen». Laut «Tribune de Genève» wurden dabei Tische und Stühle auf den Trottoirs und Plätzen umgestossen. Einige Teilnehmer warfen zudem mit Flaschen um sich.

Die Genfer Polizei hat bereits mehrere Anfragen zu diesem Fall erhalten, wollte jedoch erst am Dienstag Stellung nehmen. Laut einer Schätzung der «Tribune de Genève» standen rund 25 Polizisten vor und nach dem Spiel im Einsatz.

rk/bac