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Geplanter Bau neben Sempacher Meierhof: Denkmalschutz zweitranging

Redaktor Urs-Ueli Schorno über den geplanten Bau neben dem historischen Meierhof in Sempach, von welchem der Denkmalschutz abrät.
Urs-Ueli Schorno (Bild: Dominik Wunderli/LZ)

Urs-Ueli Schorno (Bild: Dominik Wunderli/LZ)

Gewiss, es ist keine einfache Aufgabe für die Sempacher Stadträte, die Altstadtkommission und die Ortsplaner. Das Bauland ist knapp, während die Siedlungsentwicklung vorangetrieben werden soll. Und: Das historische Erbe kann schwer wiegen, wie sich nun zeigt.

Mit dem Gewinn des Wakkerpreises im vergangenen Jahr wird die bauliche Entwicklung im Städtli noch stärker am Umgang mit dem historischen Erbe gemessen. Das birgt Zielkonflikte. Zum einen will Sempach in Sachen Ortsbildpflege und Denkmalschutz strahlendes Vorbild über die Region hinaus bleiben. Auf der anderen Seite kann das baukulturelle Erbe auch zur Bürde werden. Denn der Siedlungsdruck wird grösser, Vorschriften zum «verdichteten Bauen» werden strenger.

Dass nun ausgerechnet dort gebaut werden soll, wo mit dem Meierhof einer der Hauptgründe steht, dass man im vergangenen Jahr die Wakkerstiftung überzeugen konnte, lässt aufhorchen. Auch deshalb, weil der Stadtrat, nachdem er sich zunächst ausgiebig Zeit nahm, nun aufs Tempo drückt und das Projekt an sensibler Lage nicht im Rahmen der ordentlichen Ortsbildplanung behandelt, die ab 2020 greifen soll.

Möglich, dass die an Bauerfahrung reichen Sempacher auch beim Meierhof einen Weg gefunden haben, das Projekt im Einklang mit der Ortsbildpflege zu realisieren – auch wenn dies der kantonale Denkmalschutz nicht für möglich hielt. Es bleibt aber der Eindruck, dass bei der Überbauung zwischen Meierhof und Altstadt die Ortsbildpflege in Sempach für einmal höchstens zweitrangig war. Und dass Sempachs Pokal des Wakkerpreis-Trägers damit vielleicht einen Kratzer erhält.

Urs-Ueli Schorno
<span style="font-size: 1em;">ursueli.schorno@luzernerzeitung.ch</span>

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