Geplatzter Landverkauf in Wikon: Aktiv auf Gegner zugehen

Evelyne Fischer zu den verworfenen Plänen für eine Überbauung auf der Spychermatte.

Evelyne Fischer, Redaktorin Ressort Kanton
Drucken
Teilen
Evelyne Fischer

Evelyne Fischer

Der Gemeinderat Wikon steht vor einem Scherbenhaufen.Gross war die Überbauung, die auf der Spychermatte hätte realisiert werden sollen. Noch grösser der Widerstand dagegen. Der Landverkauf hätte 5,9 Millionen in die Kasse und für 2017 schwarze Zahlen bringen sollen. Nun dürfte ein saftiges Minus resultieren.

Damit gerät Wikon finanziell immer stärker unter Druck.Der Blick in die nächsten Planjahre offenbart tiefrote Zahlen. Und mit dem Nein zur kantonalen Steuererhöhung dürften weitere Lasten den Gemeinden überwälzt werden. Dass der Gemeinderat nun am Steuerfuss rütteln will, macht Sinn. Doch er wird sich damit nicht nur Freunde machen. Um eine erneute Schlappe zu vermeiden, muss das Gremium aktiv auf mögliche Gegner zugehen. Es ist gerade die Chance eines 1500-Einwohner-Dorfs, dass dessen Bürger nicht in der Anonymität untertauchen. Der Gemeinderat kann sich mit der Opposition an einen Tisch setzen. Wenn er denn will.

Evelyne Fischer, Redaktorin Ressort Kanton

evelyne.fischer@luzernerzeitung.ch