Gericht erlaubt Kriens den Anbau von Reben

Die Gemeinde Kriens darf auf landwirtschaftlichen Grundstücken, die ihr überlassen worden sind, Rebbau statt Milchwirtschaft betreiben. Sie verstosse damit nicht gegen Auflagen des Erblassers, befindet das Bezirksgericht Kriens.

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Winzer Toni Ottiger (links) und Einwohnerrat Patrick Koch stehen auf dem künftigen Weinberg in Kriens. (Bild: Archiv Philipp Schmidli/Neue LZ)

Winzer Toni Ottiger (links) und Einwohnerrat Patrick Koch stehen auf dem künftigen Weinberg in Kriens. (Bild: Archiv Philipp Schmidli/Neue LZ)

Das Grundstück, für das der Anbau von Reben diskutiert wird, befindet sich am Südhang des Sonnenberges. Der Weinbau im Kanton Luzern boome, wurde das Ansinnen begründet. Die Gemeinde Kriens hatte die Grundstücke unentgeltlich unter der Auflage erhalten, dass diese landwirtschaftlich genutzt würden.

Die Willensvollstrecker machten vor dem Gericht geltend, dass auf den Grundstücken immer Milchwirtschaft betrieben worden und Rebbau keine traditionelle Bewirtschaftungsform sei. Das Bezirksgericht teilt diese Ansicht aber nicht. Rebbau sei eine Form der landwirtschaftlichen Nutzung und verstosse somit nicht gegen die erbrechtlichen Auflagen.

Das Urteil des Bezirksgerichts Kriens wurde am Dienstag veröffentlicht und ist noch nicht rechtskräftig.

sda/zim