GERICHT: Neun Jahre Haft wegen versuchter Tötung

Im Dezember 2001 griff ein 29-jähriger ehemaliger Türsteher zur Waffe und schoss auf einen Bordellbesitzer. Nun ist er zu neun Jahren Haft verurteilt worden.

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(Symbolbild Esther Michel/Neue LZ)

(Symbolbild Esther Michel/Neue LZ)

Der Angeklagte verübte die Tat - eine Abrechnung im Luzerner Milieu - am 2. Dezember 2001 auf dem Hirschenplatz. Als er seinen Gegenspieler sah, griff er sofort nach seiner Schusswaffe, wie dem Urteil des Obergerichts zu entnehmen ist.

Er machte sich schnell in Richtung seines Kontrahenten auf und feuerte aus der Nähe ohne Vorwarnung einen und dann einen zweiten Schuss gegen dessen Oberkörper. Das Opfer blieb schwer verwundet auf dem Hirschenplatz blutend liegen. Anschliessend begab sich der Angeklagte an die in der Nähe gelegene Bar und beobachtete von dort aus das weitere Geschehen. Er wurde schliesslich festgenommen.

Das Obergericht sprach den Angeklagten unter anderem schuldig der versuchten Tötung und bestrafte ihn mit einer Freiheitsstrafe von neun Jahren. Zudem ordnete es für den Angeklagten eine Heilbehandlung während dessen Gefängnisaufenthalts an.

Der Angeklagte hat die Freiheitsstrafe während der Dauer des Verfahrens bereits verbüsst. Er ist verheiratet, geht einer regelmässigen Arbeit nach und sorgt für seine Ehefrau und die beiden gemeinsamen Kinder.

ost