GERICHT: Vergewaltiger muss für 5½ Jahre ins Gefängnis

Das Kriminalgericht Luzern hat einen 48-jährigen Mann zu einer fünfeinhalbjährigen Freiheitsstrafe verurteilt, weil er sich an seiner Tochter sexuell vergangen und weitere Delikte verübt habe. Die Staatsanwaltschaft hatte nur viereinhalb Jahre gefordert.

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Das Gebäude des Kriminalgerichts in Luzern. (Bild: Pius Amrein)

Das Gebäude des Kriminalgerichts in Luzern. (Bild: Pius Amrein)

Das am Donnerstag veröffentlichte Urteil listet 20 Schuldsprüche auf. Demnach hat sich der Mann nicht nur der mehrfachen sexuellen Handlungen mit einem Kind, der Vergewaltigung, der sexuellen Nötigung und des Inzests schuldig gemacht, sondern auch der Drohung, Tätlichkeiten, einfachen Körperverletzungen und Nötigung, der Vernachlässigung der Unterhaltspflichten und des Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung, des Diebstahls und der Entwendung eines Fahrzeugs sowie verschiedener Strassenverkehrsdelikte.

Das Urteil liegt erst im Dispositiv und somit noch ohne Begründung vor. Der Staatsanwalt hatte dem Beschuldigten vorgeworfen, seine Tochter von 2005 bis 2011 mehrfach zu sexuellen Handlungen gezwungen zu haben. Zudem habe er seiner Ex-Frau die Unterhaltsbeiträge nicht bezahlt und ihr trotz Kontaktverbot aufgelauert.

Der Mann, der bereits 176 Tage Haft abgesessen hat, befindet sich in Sicherheitshaft. Das Kriminalgericht verlängerte diese im Hinblick auf ein mögliches Berufungsverfahren bis Mitte Februar. Das Gericht geht davon aus, dass bei dem aus dem Kosovo stammenden Mann Fluchtgefahr bestehe.

Neben der Haftstrafe wurde der Mann auch zu einer Busse von 1000 Franken verurteilt. Dem Opfer muss er eine Genugtuung von 25'000 Franken entrichten. (sda)