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Umzug der Luzerner Museen hat Folgen für Gerichte und Schule

Würden in Luzern das Historische und Natur-Museum ins Zeughaus Musegg zügeln, könnten sich die Standortfragen des Kantonsgerichts, des Kriminalgerichts und der Fach- und Wirtschaftsmittelschule klären. Dies schreibt der Regierungsrat auf Vorstösse aus dem Parlament.

(io) Im Juli wurde bekannt, dass die Luzerner Regierung mit einer «Gerichtsmeile» für das Kantonsgericht liebäugelt. Konkret: Sollte das historische und das Natur-Museum ins Zeughaus zügeln, liessen sich die Gebäude an der Reuss neu nutzen. Das Gleiche gilt für den benachbarten PH-Ableger, der auf den Campus Horw ziehen soll. Eine Machbarkeitsstudie soll bis nächsten Sommer berichten, ob die drei Gebäude sich als Standort für das Kantonsgericht eignen würden.

Nun beantwortete die Regierung gleich mehrere Vorstösse, die sich mit der Standortfrage der Luzerner Gerichte auseinandersetzten. Darunter etwa die Anfrage von Urban Sager (SP, Luzern). Er will unter anderem wissen, ob eine Umnutzung der Fach- und Wirtschaftsmittelschule – welche sich im gleichen Gebäudekomplex wie einer der drei heutigen Kantonsgerichtstandorte befindet – von Tisch sei. Nein, schreibt die Regierung, allerdings: «Prioritär werden nun aber die heutigen Standorte der Luzerner Museen und die Pfistergasse 20/22 für das Kantonsgericht geprüft», schreibt die Regierung in ihrer Antwort. Sager hinterfragt auch, ob die geplante Gerichtsmeile sich nicht negativ auf die heute sehr lebendige Pfistergasse auswirke. Die Regierung ist hier der Auffassung, dass ein Wegzug der Museen daran nicht viel ändern würde.

Regierung verweist auf Machbarkeitsstudie

Josef Schuler (SP, Hitzkirch) verlangt Auskunft über die Investitionskosten, die mit einem Umzug in die Museumsgebäude verbunden wären und welchen Spareffekt man durch den Umzug erhoffe. Wie bei vielen Fragen zur Gerichtsmeile, verweist die Regierung, ohne Angaben zu machen, auf die laufende Machbarkeitsstudie.

Diese Machbarkeitsstudie soll neben dem Standort für das Kantonsgericht auch einen möglichen Standort für das Kriminalgericht aufzeigen. Dies ist der Stellungnahme der Regierung auf das Postulat von Marlis Krummenacher-Feer (CVP, Root) zu entnehmen. Ihr Postulat fordert insbesondere für das Kriminalgericht die Schaffung von «passender Infrastruktur». Sollte das Kantonsgericht also in die Museen einziehen, könnte der heutige Standort am Hirschengraben für das Kriminalgericht in Frage kommen.

Fragen stellte aber auch die Kommission Justiz und Sicherheit (JSK). So verlangte diese etwa nach einem Zeitrahmen für allfällige Gebäudewechsel. Die Regierung verweist hierbei auf die geplanten Projekte «Zent­rale Verwaltung am Seetalplatz in Emmen» und «Campus Luzern-Horw» der Hochschule, ­sowie die mögliche Zusammenlegung der Museen. Dadurch sollen ab 2025 in der Innenstadt von Luzern grössere Veränderungen und Flächenmutationen erfolgen. «Spätestens dann bieten sich neue und interessante Optionen für die Zentralisierung des Kantonsgerichts», schreibt die Regierung.

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