Gesamthafter Ertragsüberschuss der Luzerner Gemeinden ist gestiegen

Statistik Luzern hat die Gemeindefinanzen 2018 veröffentlicht. Fazit: Das Gros aller Gemeinden weist ein Plus auf.

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(jwe) In diesem Jahr läuft bei Lustat Statistik Luzern die Analyse der Gemeindefinanzen in zwei Gruppen. Zum einen die 78 Gemeinden, welche noch nach dem Harmonisierten Rechnungsmodell 1 (HRM1) gebucht wurden, zum anderen die fünf Gemeinden, welche bereits auf HRM2 umgestellt haben. 

LUSTAT-Gemeindefinanzstatistik modernisiert

Die Umstellung von HRM1 auf HRM2 wirkt sich direkt auf die Gemeindefinanzstatistik aus. Lustat Statistik Luzern hat im Zug der Umstellung den Erhebungsprozess dieser Statistik modernisiert. Neu werden die Daten mithilfe einer eigens entwickelten Applikation online via Cloud-Lösung erhoben. Dies bringt in Zukunft Arbeitseinsparungen auf beiden Seiten mit sich. Das Datenangebot wurde um die HRM2-Ergebnisse erweitert und dabei die neuen Analysemöglichkeiten genutzt, beispielsweise für eine detailliertere Analyse des Fiskalertrags oder das Ergebnis der Erfolgsrechnung.

Die HRM1-Gemeinden weisen zusammen für 2018 einen Ertragsüberschuss von 106 Millionen Franken aus. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung um 17,5 Millionen Franken oder knapp 20 Prozent. Das Gros weist positive Rechnungsabschlüsse aus – mit einem Ertragsüberschuss von insgesamt 106 Millionen Franken. Die Nettoinvestitionen sind von 2017 auf 2018 um 36 Millionen auf 254 Millionen Franken gestiegen, wobei Kriens, Luzern und Rothenburg am kräftigsten investiert haben. Am meisten Geld wurde für die Bereiche Bildung, Soziale Wohlfahrt und Allgemeine Verwaltung ausgegeben. 

Emmen mit grossem Loch

Von den fünf Luzerner Gemeinden, die 2018 bereits nach HRM2 gebucht haben, weisen Ermensee, Buchrain, Schlierbach und Nebikon einen Ertragsüberschuss aus. Emmen weist einen Aufwandüberschuss von rund 4,6 Millionen Franken aus. Auch bei den HRM2- Gemeinden bringen die Bereiche Bildung und Soziale Sicherheit die höchsten Nettobelastungen mit sich.