Geschäfte für Handyreparaturen und Tiernahrung dürfen offen bleiben – und welche Regeln sonst noch gelten

Grundsätzlich lautet die Anweisung des Bundes, dass nur Geschäfte, die Lebensmittel, Medikamente oder Waren des täglichen Gebrauchs verkaufen, weiterhin offen haben dürfen. Doch was bedeutet dies konkret? 

Julian Spörri
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Seit Montag um Mitternacht gilt in der Schweiz eine «ausserordentliche Lage»: Alle Läden, Märkte, Restaurants, Bars sowie Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe sind geschlossen. Nur die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln, Medikamenten und Waren des täglichen Gebrauchs ist weiterhin erlaubt. 

Die Geschäfte in der Weggisgasse in der Altstadt Luzern sind wegen des Corona-Virus bis auf Weiteres geschlossen.

Die Geschäfte in der Weggisgasse in der Altstadt Luzern sind wegen des Corona-Virus bis auf Weiteres geschlossen.

Bild: Urs Flüeler/Keystone,
17. März 2020

Gemäss einem Dokument der Luzerner Polizei gelten als Lebensmittelläden, die geöffnet bleiben dürfen, auch ein Getränkemarkt oder eine Weinhandlung. Die Konsumation vor Ort ist aber nicht gestattet. Ein Verkaufsgeschäft mit gemischtem Sortiment wie Globus oder Landi darf ebenfalls geöffnet haben – jedoch nur der Lebensmittelbereich und der Bereich mit Gegenständen für den täglichen Bedarf. «Die übrigen Bereiche sind deutlich abzusperren», lautet die Anweisung. Der Verkauf von Tiernahrung bleibt erlaubt, sofern es für das Überleben der Tiere notwendig ist. Auch Anbieter von Prepaidkarten und Handyreparaturen dürfen offen sein, ebenso Tankstellen, Banken und Poststellen.

Restaurants müssen grundsätzlich geschlossen bleiben – sie dürfen aber Essen zum Abholen (Take-away) anbieten. Bedingung ist, dass sich die Gäste nur zum Abholen im Betrieb aufhalten. Derweil dürfen Hotelgäste weiterhin im Restaurantbetrieb verpflegt werden. Auch Betriebskantinen dürfen geöffnet sein für interne Mitarbeitende, nicht aber für externe Personen.

Polizei musste bis jetzt niemanden verzeigen

Bei der Luzerner Polizei heisst es auf Anfrage, dass bisher Kontrollen im Rahmen der normalen Patrouillentätigkeit durchgeführt worden seien. Mediensprecher Simon Kopp sagt:

«Die Polizei hat mehrere Betriebe nochmals auf die geltenden Regeln aufmerksam gemacht. Es musste bisher aber niemand verzeigt werden»

Bei den Einkaufszentren der Region werden die genannten Regelungen eingehalten, wie der Pilatusmarkt Kriens, das Emmen Center und die Mall of Switzerland auf ihren Websites bekanntgeben. In der Mall of Switzerland haben sieben Anbieter geöffnet, welche «zur Grundversorgung beitragen.» Im Pilatusmarkt Kriens sind es deren fünf. Beim Emmen Center sind derzeit noch zwölf Geschäfte geöffnet: Lebensmittelläden, eine Apotheke und Fachgeschäfte für Tiernahrung und Telekommunikationsmittel.

«Wir hatten die Massnahmen erwartet und so ein klein wenig Vorlaufzeit für die Vorbereitungen», sagt Roland Jungo, Direktor des Emmen Centers. Die Geschäfte, welche nicht mehr öffnen dürfen, hätten ihr Rolltore geschlossen. Das Center hat zudem die Abendverkäufe gestrichen, um die Belastung für die Mitarbeitenden der verbleibenden Geschäfte zu reduzieren. Auch der Pilatus Markt hat neu unter der Woche jeden Tag nur noch bis 18:00 Uhr geöffnet. Bei der Mall of Switzerland bleiben die Öffnungszeiten gemäss Homepage unverändert.

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