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GESCHICHTE: Junge SVP kritisiert Holocaust-Gedenktag

Zum zweiten Mal sind die Luzerner Schulen aller Stufen aufgerufen, den europäischen Holocaust-Gedenktag zu begehen. Das ist der Jungen SVP Luzern ein Dorn im Auge.
Bereits 2005 wurde an den Luzerner Schulen (im Bild die Kantonsschule Alpenquai) das Erinnern an den Holocaust grossgeschrieben. (Archivbild Esther Michel/Neue LZ)

Bereits 2005 wurde an den Luzerner Schulen (im Bild die Kantonsschule Alpenquai) das Erinnern an den Holocaust grossgeschrieben. (Archivbild Esther Michel/Neue LZ)

Anian Liebrand, Vizepräsident der Jungen SVP, kritisiert den Anlass an einem internen Mail an seinen Vorstand, wie die Gratiszeitung «.ch» meldet: «Statt die einzigartige Schweizer Geschichte zu lehren, wird den Schweizern eine Mitschuld am Holocaust untergejubelt. Pfui!» Liebrand wolle dies nicht als Antisemitismus verstanden wissen, es müsse in der Schule jedoch zwingend darauf hingewiesen werden, dass die Schweiz gegen den Anschluss ans Nazideutschland heftigen Widerstand geleistet und viele Verfolgte aufgenommen habe, wie es weiter heisst.

Information und Prävention
«Hinschauen – nicht wegsehen» lautet das Leitmotiv für den 27. Januar. Am europäischen Holocaust-Gedenktag am Dienstag geht es um die Auseinandersetzung mit dem Holocaust und um die Verhütung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Das Thema «Lager» steht für die Luzerner Schulen diesmal im Zentrum, teilt die Staatskanzlei Luzern mit. Die für die Schulen geschaffene Dokumentation «Lager – Kolonien des Terrors» sowie eine Ausstellung im Historischen Museum Luzern mit Bildern aus dem Internierungslager Gurs sollen zur Vertiefung beitragen.

An vielen Schulen werden am Gedenktag selbst oder in dessen Umfeld spezielle Lektionen, Veranstaltungen oder Aktionen durchgeführt.

Abgründe ins Bewusstsein rufen
Im Kanton Luzern wurde am 27. Januar 2005, exakt 60 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, erstmals der europäische Holocaust-Gedenktag begangen. Wie die Staatskanzlei weiter schreibt, folgten damals viele Schulen aller Stufen dem Aufruf des Bildungs- und Kulturdepartements und beteiligten sich an der Durchführung des ersten Holocaust-Gedenktages an den Luzerner Schulen.

Nach der guten Aufnahme des erstem Gedenktages habe sich das Bildungs- und Kulturdepartement entschlossen, den Holocaust-Gedenktag in Abständen von drei bis vier Jahren durchzuführen, heisst es weiter. Dies solle mithelfen, durch Information und Aktion die Abgründe der Genozide des 20. Jahrhunderts ins Bewusstsein zu rufen, den Respekt gegenüber Minderheiten und Andersdenkenden zu fördern und die Bedeutung der Menschenrechte darzustellen.

ana/scd

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