Gesetzesänderung für Sexbetriebe in Luzern

Luzerner Sexbetriebe sind ab 2020 bewilligungspflichtig. So sollen Schwarzarbeit bekämpft sowie Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter geschützt werden.

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(rai) Wer einen Sexbetrieb in Luzern führen möchte, benötigt seit 2020 eine Betriebsbewilligung, wie die Luzerner Polizei mitteilt. Denn im Herbst 2019 beschloss der Kantonsrat eine Anpassung des Gewerbepolizeigesetzes. Dieses besagt nun, dass Sexbetriebe in Luzern ab dem 1. Januar 2020 eine Betriebsbewilligung benötigen, sofern mehr als zwei Sexarbeiterinnen oder Sexarbeiter tätig sind.

Gesetzesänderung erlaubt Polizei Zutritt in Sexbetriebe

Die Anpassung des Gewerbepolizeigesetzes erlaubt es der Luzerner Polizei, jederzeit einen Sexbetrieb zu betreten. Dies trägt zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und zum Schutz der Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter bei.

Den Betreibern der Sexbetriebe werden diverse Pflichten auferlegt. Dazu zählen unter anderem Massnahmen, welche die Selbstbestimmungsrechte der Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter schützen. Aber auch räumliche Verordnungen und betriebliche Mindeststandards wurden definiert, wie beispielsweise das Anbringen von Notfallknöpfen.

Betroffen von der Gesetzesänderung ist jede Sexarbeit, die innerhalb von Räumlichkeiten stattfindet und sexuelle Befriedigung gegen Entgelt oder materiellen Wert anbietet. Darunter fallen beispielsweise Bordelle, Etablissements, Kontaktbars, Massagesalons, Saunaclubs und Escort-Services. Je nach Betriebsgrösse fallen die Bewilligungsgebühren unterschiedlich aus.