Gesuche für Trafostationen sind blockiert

Die CKW ersetzen viele bestehende Trafostationen. Seit kurzem schaut der Bund bei Gesuchen genauer hin - zum Leidwesen von Kanton Luzern und CKW.

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Ein CKW-Mitarbeiter bei einer Trafostation. (Bild: PD)

Ein CKW-Mitarbeiter bei einer Trafostation. (Bild: PD)

Trafostationen sind zwar meist kleine Bauten. Dennoch sind sie Anlass für Konflikte zwischen Bund und Kanton: Zurzeit sind 20 Luzerner Projekte blockiert, weil das Eidgenössische Starkstrominspektorat die Bewilligung nicht erteilen kann. Trafostationen wandeln die Hoch- auf die Niederspannung der Ortsnetze um.

60'000 Franken pro Anlage

Bauen oder sanieren wollen die CKW. Sprecherin Dorothea Ditze sagt: «Einige Projekte ausserhalb der Bauzone sind blockiert, weil das Bundesamt für Raumentwicklung das Gesetz restriktiver auslegt. Vor dem Sommer 2010 war der Ersatz oder Neubau problemloser möglich.» Die CKW wollen mehrere hundert ihrer 3000 Trafostationen ersetzen, häufig im Zuge der Verkabelung von Freileitungen in den Boden. Dafür müssen die Stationen an den Masten durch Trafohäuser ersetzt werden. Betroffen sind vor allem Anlagen auf dem Land. Ein neues Trafohaus kostet durchschnittlich 60'000 Franken.

Der Knackpunkt ist, dass das Bauen ausserhalb von Bauzonen streng geregelt ist, um die Zersiedelung zu verhindern. «Elektrische Versorgungsanlagen gehören zu den Gebäuden, die sie versorgen, und folglich im Normalfall in die Bauzonen», sagt Dario Marty, Leiter des eidgenössischen Starkstrominspektorats. Bauten ausserhalb der Bauzonen könnten nur in Ausnahmefällen und nach einer Interessenabwägung bewilligt werden. «Ist die Begründung des Gesuchstellers schwach und die Stellungnahme des Kantons nicht eindeutig, muss das Bundesamt für Raumentwicklung Stellung nehmen», sagt Marty.

Karin Winistörfer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.