Gesucht: Zehn Elektrobusse für Zentralschweizer Unternehmen

Auf den Zentralschweizer Strassen sollen Elektro- die verbreiteten Dieselbusse ersetzen. Nun läuft die Ausschreibung für zehn neue Fahrzeuge.

Lukas Nussbaumer
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Dieser Elektrobus mit dem Namen «eCitaro» verkehrt seit November 2019 auf den Zuger Strassen. Das Bild stammt von der Probefahrt im September des letzten Jahres auf dem Areal der Zugerland Verkehrsbetriebe.

Dieser Elektrobus mit dem Namen «eCitaro» verkehrt seit November 2019 auf den Zuger Strassen. Das Bild stammt von der Probefahrt im September des letzten Jahres auf dem Areal der Zugerland Verkehrsbetriebe.

Bild: Daniel Frischherz

Die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL), die Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB), die Auto AG Schwyz und die STI Verkehrsbetriebe in Thun wollen gemeinsam Elektrobusse beschaffen. Dies ist dem aktuellen Luzerner Kantonsblatt zu entnehmen. Angeschafft werden sollen rund zehn Fahrzeuge, wie Karin Fröhlich, Mediensprecherin der für die Ausschreibung federführenden ZVB, auf Anfrage sagt.

Über eine allfällige Beschaffung entschieden wird voraussichtlich im Herbst. Geplant ist der Kauf von vollelektrischen Gelenk- und Normalbussen, die eine Länge von 18 beziehungsweise 12 Meter aufweisen.

In Zug ist ein Elektrobus bereits im Linienbetrieb

Für die VBL ist gemäss ihrer Elektrobusstrategie klar: Elektrobusse werden mit Diesel betriebene Fahrzeuge dereinst ablösen. Erstes Ziel ist der Einsatz von Elektrobussen auf der Linie 10 von Obergütsch bis Luzern Bahnhof ab Ende 2021. Probefahrten mit einem Elektrobus haben bereits stattgefunden.

Schon einen Schritt weiter ist man im Kanton Zug. Ein 14 Tonnen schwerer Elektrobus mit dem Namen «eCitaro» steht seit November 2019 im Einsatz. Die Auto AG Schwyz möchte 2022 zwei Elektrobusse in Betrieb nehmen.

Preis offen – Zuger Bus kostete 700'000 Franken

Elektrobusse sind im Vergleich mit Dieselfahrzeugen bei der Anschaffung teurer. Mit welchen Kosten die vier Transportunternehmen rechnen, lässt ZVB-Sprecherin Karin Fröhlich offen. «Den Preis wollen wir mit der Ausschreibung erfahren.» Sicher ist: Der in Zug im Einsatz stehende «eCitaro» hat rund 700'000 Franken gekostet.

Ziel der gemeinsamen Ausschreibung ist einerseits der Austausch von Wissen. Andererseits können dank der Kooperation die Kosten für die Ausschreibung gesenkt werden.