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GESUNDHEIT: Das ist gut zu wissen an der Fasnacht

Fasnacht kann zum Ausnahmezustand werden, auch für den Körper. Wer ein paar Tipps beherzigt, übersteht die tollen Tage besser.
Hans Graber
Schipp Schnaps mit Fasnachtsfischer am letztjährigen Wey-Umzug am Güdismontag in der Stadt Luzern. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Schipp Schnaps mit Fasnachtsfischer am letztjährigen Wey-Umzug am Güdismontag in der Stadt Luzern. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Ob man das nun gut findet oder nicht: Fasnacht und Normalität schliessen einander aus. Zumindest bei denjenigen, die sich in die Fasnacht stürzen und nicht einfach ein bisschen am Strassenrand stehen oder zwei, drei Stunden durch die Altstadt zotteln.

Fasnacht kennt keine Grenzen. Um die schönen, lustigen und rauschhaften Seiten der Fasnacht zu erleben, nimmt manch einer in Kauf, dass es ihm am Aschermittwoch oder schon davor nicht mehr so gut geht. Kopfschmerzen. Bleierne Müdigkeit. Grippaler Effekt. Heiserkeit. Schwielen an den Händen vom Paukenschlagen oder Blasen an den Lippen vom Guuggispielen.

Und doch: In den allermeisten Fällen hält sich der Schaden in Grenzen. Auch, weil man trotz allem ein paar Punkte beachtet. Wir sagen, was wirklich hilft – und was eher nicht.

Vorschlafen

Eigentlich eine gute Idee: in Erwartung langer Fasnachtstage in den Tagen davor länger zu schlafen, um dann besseres Durchstehvermögen zu haben. Aber Schlafexperten widersprechen. Unser Körper kann die Erholung nicht speichern, und er wird ebenso müde wie ohne den «vorgeholten Schlaf». Auch das Umgekehrte, also das Nachschlafen, funktioniert nicht. Oder nur bedingt: Nach fasnachtsbedingtem Schlafentzug fällt man danach anscheinend in längere Tiefschlafphasen.

Frieren

Die Fasnacht findet bekanntlich im Winter und häufig im Freien statt. Mit guter und mehrschichtiger Bekleidung (Zwiebelprinzip), verbunden mit munterem Rumgehopse oder auch kräftigem Applaudieren während des Umzugs, lassen sich auch Minustemperaturen relativ lange problemlos aushalten. Kälte kann aber die Durchblutung beeinträchtigen, was sich zuerst an Kopf, Händen und Füssen bemerkbar macht. Kalte Füsse sind häufig der Anfang des grossen Schlotterns. Dicke Schuhe mit isolierenden Einlagen können das lange hinauszögern. Friert man dann doch, ist ein Aufenthalt an der Wärme angezeigt – und warme Getränke, ohne Alkohol. Der führt nämlich im Endeffekt zu noch mehr Wärmeverlust.

Trinken

Alkohol spielt zweifellos eine tragende Rolle an der Fasnacht. Nicht alle kennen ihre Grenzen. Diese sind individuell höchst verschieden – gleich wie die Auswirkungen des Alkohols. Bei «Ungeübten» können bereits drei Drinks (3 dl Wein, 3 Bier oder 3 Shots) dazu führen, dass recht bedrohliche Persönlichkeitsveränderungen bis hin zur Bewusstlosigkeit auftreten. Das Gefährliche: Muss jemand, der stark alkoholisiert ist, erbrechen, versagen möglicherweise natürliche Abwehrreflexe, die einen davor schützen, dass Erbrochenes in die Atemwege gerät. Man sollte betrunkene Kolleginnen und Kollegen nicht einfach sich selber überlassen.

Soll man Erbrechen provozieren (Finger in den Hals), damit man so den Alkohol wieder aus dem Köper bringt? Wem es nicht graust, kann möglicherweise effektiv ein bisschen Abhilfe schaffen, zumindest für jenen Alkohol, der in den letzten 30 bis 60 Minuten konsumiert wurde. Der grosse Rest zirkuliert aber weiterhin in der Blutbahn.

Durcheinandertrinken

Davon soll man eher und heftiger betrunken werden. Das stimmt wahrscheinlich nicht, denn entscheidend ist die Alkoholmenge. Wer aber durcheinandertrinkt, trinkt vermutlich tatsächlich so einiges. Deshalb hat es schon was für sich, beim gleichen Getränk zu bleiben. Das erfordert zumindest ein bisschen Disziplin – und die kann ja gerade in diesen Tagen nicht schaden.

K.-o.-Tropfen

Immer wieder mal ist zu hören, dass nicht Alkohol, sondern unbemerkt von Fremden verabreichte K.-o.-Tropfen für «Filmrisse» und dergleichen verantwortlich sein sollen. Solche Tropfen enthalten narkotisierend wirkende Stoffe. Untersuchungen legen zwar nahe, dass K.-o.-Tropfen weit seltener im Spiel sind, als von vermeintlichen Opfern geltend gemacht wird. Doch verharmlosen oder als blosse Erfindung abtun sollte man die Sache keineswegs. Ein Kennzeichen der Wirkung von K.-o.-Tropfen: Anders als Alkohol, der für seine unheilvolle Wirkung eine gewisse Zeit braucht, können solche Tropfen akut das Bewusstsein dämpfen und zum Koma führen. Man ist also gut beraten, sein Getränk im Auge zu behalten.

Kater

Es gibt nur ein verlässliches Mittel gegen Kater, nämlich dafür zu sorgen, dass man keinen hat. Wenn er trotzdem kommt, hilft (wahrscheinlich) das: viel trinken (Wasser, Tee), frische Luft, Salziges und Saures essen, Honig und Vitamine. Abgeraten wird vom sogenannten Stützbier, auch wenn einige Leute darauf schwören. Aber das sind vermutlich solche, bei denen Hopfen und Malz eh immer präsent sind.

Gruusiges WC

Auf öffentlichen Toiletten kann einem schlecht werden, wenn es das einem nicht bereits vorher ist. Doch die gute Nachricht: Auch ein noch so eklig wirkendes WC stellt kein Infektionsrisiko dar, man kann sich dort mit nahezu 100-prozentiger Sicherheit nichts «holen». Riskanter diesbezüglich sind ungeschützte Gelegenheitssexualkontakte.

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