GESUNDHEIT: Die Studie zeigt: Täglich Sport hilft

Luzern rückt der Fettleibigkeit mit einem Aktionsprogramm zu Leibe. Hilft solcher Aktionismus? Ja, sagt eine Studie.

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Die Schulkinder im Kanton Luzern sollen mehr Bewegung bekommen. (Bild Keystone)

Die Schulkinder im Kanton Luzern sollen mehr Bewegung bekommen. (Bild Keystone)

Mehr Bewegung in der Schule macht die Schüler gesünder – messbar gesünder. Das zeigt die Auswertung des Projekts «Tägliche Bewegungsstunde», das an vier Stadtluzerner Schulhäusern umgesetzt wird. Unter Aufsicht von Stephan Zopfi, Dozent an der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz in Luzern, sind die Daten der teilnehmenden Schüler mit denen von Gleichaltrigen aus dem übrigen Kanton verglichen worden.

Aktualisierte Messresultate im Frühjahr 2009
Der zentrale, messbare Erfolg: Die ältesten Schüler des Stadtschulhauses Geissenstein haben von allen 1322 gemessenen Kindern die niedrigsten Werte beim Body Mass Index (BMI). Ein hoher BMI ist ein grober Indikator für ein zu hohes Körpergewicht.

Ein Erfolg ist das, weil die Schule Geissenstein von Anfang an beim Projekt mitgemacht hat. Die ältesten Knaben, die am längsten teilgenommen haben – über drei Jahre hinweg –, weisen den tiefsten BMI-Wert auf. Diese Werte seien «ganz offensichtlich das Resultat der täglichen Sportstunde», sagt Zopfi. Im Frühjahr 2009 muss die Projektgruppe aktualisierte Messresultate vorlegen, damit die Regierung über eine Verlängerung des Projekts entscheiden kann – denn die zwei zusätzlichen Bewegungslektionen weichen von der regulären Wochenstundentafel ab.

Noch fehlt die Erfolgskontrolle beim Luzerner Aktionsprogramm
Vor wenigen Tagen hat der Kanton Luzern sein «Aktionsprogramm gesundes Körpergewicht» gestartet. Viele Projekte und Initiativen, die teils bereits laufen, sollen Trägen und Dicken auf die Sprünge helfen. Im Visier haben die Präventionsfachleute vor allem Kinder und Jugendliche. Der Schönheitsfehler am staatlichen Präventionsprogramm: Bisher fehlt die Erfolgskontrolle.

Das soll sich ändern. Cornelia Conrad Zschaber, Programmleiterin «Gesundes Körpergewicht»: «Wir sind in der glücklichen Lage, auf die BMI-Daten aus der Untersuchung Zopfi, auf eine Lizenziatsarbeit am Institut für Sportwissenschaften der Universität Bern und auf ärztliches Material zurückgreifen zu können.» Wie die Erfolgskontrolle genau aussehen wird – konkret: ob dafür Reihen-Gewichtsmessungen bei Schulkindern gemacht werden –, ist offen.

Andreas Töns

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.