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GESUNDHEIT: Direktor verlässt St. Anna-Klinik

Nach 12 Jahren ist Schluss: Dominik Utiger verlässt seinen Posten als Direktor der St. Anna-Klinik in Luzern. Er stellt sich neuen Herausforderungen – als Bergdoktor.
Kilian Küttel
Dominik Utiger, Abtretender Direktor der St.-Anna-Klinik. (Bild: PD)

Dominik Utiger, Abtretender Direktor der St.-Anna-Klinik. (Bild: PD)

Ja, es komme schon Wehmut auf, sagt Dominik Utiger: «Was ich die letzten 12 Jahre getan habe, war nicht bloss ein Job. Die St. Anna-Klinik war meine Passion, meine Leidenschaft.» Nun nimmt der 53-Jährige den Hut – und verlässt die Klinik per Ende Mai. Aus freien Stücken, wie er sagt. «Ich bin ja nicht nur Spitaldirektor, sondern auch Arzt. Die Medizin hat in meiner Funktion aber immer ein wenig hinten angestanden. Jetzt möchte ich nochmals zurück zu meinen Anfängen.»

Utiger wird in die Praxis eines befreundeten Arztes einsteigen. Und zwar an einem ungewohnten Ort: Er wird in einem Bergdorf praktizieren. «Diese Art der Medizin hat mich immer schon fasziniert.» Denn in den Bergen behandle man andere Unfälle und Krankheiten als in der Stadt. Wohin es Utiger genau verschlägt, will er noch nicht preisgeben. Er sagt einzig, die Praxis befinde sich weder in Luzern noch in einem anderen Zentralschweizer Kanton.

Utigers Nachfolger bei der St. Anna-Klinik wird Martin Nufer, 52 Jahre alt, ebenfalls Arzt und bis anhin der Stellvertreter des abtretenden Direktors. «Ich freue mich sehr auf den neuen Posten, obwohl sich einiges ändern wird.» Damit meint er die neuen Herausforderungen, welche die Führung eines Spitals mit sich bringt: «Der tägliche Kontakt zu den Patienten wird mir sicher fehlen. Aber ich bin äusserst motiviert und freue mich darauf, die neuen Aufgaben zusammen mit unseren engagierten Mitarbeitern anzunehmen.»

Auch in Meggen geht die Direktorin

Nicht nur in der St. Anna-Klinik, die zur Hirslanden-Gruppe gehört, gibt es Änderungen. Auch in der Hirslanden-Klinik in Meggen steht eine Personalrochade auf der Chefetage an: Die bisherige Direktorin Andrea Bazzani legt nach knapp zwei Jahren ihr Amt nieder und wird an den Hauptsitz der Gruppe nach Zürich versetzt. Dieser Wechsel erfolgt per Ende April. Innert weniger Wochen nehmen gleich zwei Direktoren den Hut. Steckt etwa mehr dahinter als Utigers Wunsch nach einer beruflichen Veränderung?

Gemäss einer Medienmitteilung der Hirslanden-Gruppe sollen die drei Standorte Meggen, St. Anna und Bahnhof Luzern unter die gleiche Führung gestellt werden. Verantwortlich sein wird Martin Nufer, die Standorte am Bahnhof und in Meggen werden einen Leiter erhalten, der Nufer unterstellt ist. So wolle man sich auf die «gesundheitspolitischen Herausforderungen» einstellen. Auf Nachfrage erklärt Mediensprecher Claude Kaufmann, der Abgang von Bazzani habe nichts mit fachlichen oder persönlichen Unzulänglichkeiten zu tun: «Mit dem weiteren Aufbau des Versorgungsnetzwerkes in Luzern ist eine neue Situation eingetreten. Der Weggang von Andrea Bazzani erfolgt aufgrund der organisatorischen Neugestaltung.» In Zürich wird die 37-jährige Bazzani Aufgaben im Bereich der Organisations- und Unternehmensentwicklung übernehmen.

Was aber ist mit «gesundheitspolitischen Herausforderungen» gemeint? Bekanntlich erhält die ambulante Behandlung zusehends mehr Gewicht gegenüber stationären Modellen. Mit der Neustrukturierung will die Hirslanden-Gruppe die drei Standorte so aufeinander abstimmen, dass alle «voneinander profitieren, während die Stärken und Besonderheiten der einzelnen Standorte respektiert werden», so Kaufmann. Konkret will Hirslanden der ambulanten Behandlung mehr Rechnung tragen. Wenn eine stationäre Pflege aber nötig wird, sollen die Patienten rasch in den stationären Behandlungsbereich überwiesen werden.

Kilian Küttel

kilian.kuettel@luzernerzeitung.ch

Martin Nufer wird neuer Direktor der Hirslanden-Klinik. (Bild: PD)

Martin Nufer wird neuer Direktor der Hirslanden-Klinik. (Bild: PD)

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