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GESUNDHEIT: Fusion: Klarheit bis Ende Jahr?

Luzern und Nidwalden prüfen eine Fusion ihrer Kantonsspitäler. Ein Bericht soll den Regierungen die Optionen aufzeigen.
Roseline Troxler
Ein Bild aus der Frauenklinik am Luzerner Kantonsspital: Die Kantons­spitäler Nidwalden und Luzern prüfen derzeit die «Heirat». (Archivbild Boris Bürgisser)

Ein Bild aus der Frauenklinik am Luzerner Kantonsspital: Die Kantons­spitäler Nidwalden und Luzern prüfen derzeit die «Heirat». (Archivbild Boris Bürgisser)

Roseline Troxler

Die Kantonsspitäler Luzern und Nidwalden leben seit längerer Zeit in einer Partnerschaft. Urs Baumberger, Direktor des Kantonsspitals Nidwalden, liess auf Anfrage verlauten, dass eine Hochzeit schon bald anstehen könnte (Ausgabe von gestern). Er nannte dabei als Hochzeitstermin das Jahr 2018.

Seit Januar 2012 arbeiten die beiden Kantonsspitäler Nidwalden und Luzern eng zusammen. Durch die Spitalregion Lunis ist es etwa möglich, dass Spezialisten an beiden Spitälern tätig sind. Positive Effekte gibt es laut der Nidwaldner Gesundheitsdirektorin Yvonne von Deschwanden auch bei personellen Engpässen, bei der Weiterbildung oder beim Einkauf. Eine mögliche Fusion könnte nach Einschätzung von Yvonne von Deschwanden weitere Synergiepotenziale erschliessen und ganz generell die Zusammenarbeit auf eine «robuste, langfristig verlässliche Basis» stellen.

«Fusion 2018 kaum realistisch»

Betreffend Zeitplan relativiert von Deschwanden aber: «Eine Fusion im Jahr 2018 ist kaum realistisch.» Die Fusion sei nur eine von verschiedenen Möglichkeiten, die Spitalregion Lunis weiterzuentwickeln. Zuerst müssten alle Optionen im Detail ausgearbeitet werden. «Dann braucht es einen politischen Prozess – sowohl in Nidwalden wie auch in Luzern. Dies alles braucht Zeit.» Gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz sagte von Deschwanden, dass der politische Prozess vor 2020 abgeschlossen werden könnte. Gegenüber unserer Zeitung wollte sie diese Aussage aber nicht wiederholen.

Auf der Webseite des Kantonsspitals Nidwalden heisst es jedoch, dass die «Verlobungsphase», die 2012 startete, maximal fünf Jahre dauern soll. «Bewährt sich die Zusammenarbeit, werden die beiden Betriebe fusioniert.» Gibt es nun also Verzögerungen? Von Deschwanden entgegnet: «Das Ganze verläuft nach Plan.» Im Lunis-Rahmenvertrag stehe, dass die Parteien spätestens nach fünf Betriebsjahren prüfen sollen, wie sie Lunis weiterentwickeln wollen. «Genau dieser Auftrag wurde nun erteilt, und das entsprechende Projekt wird nächste Woche gestartet.»

Hanspeter Vogler, Leiter Fachbereich Gesundheitswesen beim Kanton Luzern, sagt zum Projektstand: «Der Spitalrat und die beiden Regierungen haben ein Projektteam beauftragt, weitere Varianten für eine zukünftige Zusammenarbeit auszuarbeiten. Der Bericht liegt noch nicht vor.» Zu weiteren Fragen nimmt er keine Stellung. Auch das Luzerner Kantonsspital macht keine genaueren Angaben. Laut Gesundheitsdirektorin von Deschwanden sollen neben der Fusion auch diverse weitere Beteiligungsmodelle ausgearbeitet werden, damit allen Entscheidungsträgern nach Abschluss der Projektarbeiten eine «umfassende, seriöse Entscheidungsgrundlage vorliegt». Ein weiteres Modell könnte die Vertiefung der aktuellen Partnerschaft ohne Fusion sein. Dazu will sich von Deschwanden aber nicht äussern. Der Projektbericht soll frühestens Ende Jahr den Spital- und Regierungsräten vorliegen.

Luzern prüft Holdingstruktur

Von Deschwanden gibt zudem zu bedenken: «Die Weiterentwicklung von Lunis ist auch davon abhängig, welche Strategie die Luzerner Regierung in Bezug auf die Rechtsform des Luzerner Kantonsspitals verfolgt.» Die Regierung lässt derzeit prüfen, das Spital von einer öffentlich-rechtlichen Anstalt in eine Holdingstruktur zu überführen (Ausgabe vom 27. März). Hanspeter Vogler sagt zum weiteren Zeitplan: «Sobald der Bericht vorliegt, werden die Varianten vom Spitalrat und den Regierungen beraten. Selbstverständlich wird die Öffentlichkeit dann wieder orientiert.»

Einer allfälligen Fusion müssten der Kantonsrat und der Nidwaldner Landrat zustimmen. Eine Volksabstimmung ist laut von Deschwanden «nicht zwingend, aber möglich».

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